…gleichen einander unsere beiden Mäuse:

Lilly, 3 Tage alt, kurz vor der Heimfahrt aus dem Krankenhaus (29.1.2010)

Lilly, 3 Tage alt, kurz vor der Heimfahrt aus dem Krankenhaus (29.1.2010)

…und gute anderthalb Jahre später:

Elli, 3 Tage alt, kurz vor der Heimfahrt aus dem Krankenhaus (23.09.2011)

Elli, 3 Tage alt, kurz vor der Heimfahrt aus dem Krankenhaus (23.09.2011)

Seit gestern sind Elli und ich ja auch wieder zu Hause und geniessen es glaube ich beide total, dass nun endlich sowohl der Papa als auch die Chli täglich um uns rum sind. Insofern ist es auch nicht schlecht, dass jetzt gerade Wochenende ist, denn das gibt uns die Zeit, uns alle aneinander zu gewöhnen und unseren Platz in der neuen Familienkonstellation zu finden. Ich merke selbst sehr, dass die neue Situation für keinen von uns leicht ist und am Wenigsten sicher für Lilly. Die ist wirklich total süss im Umgang mit ihrer kleinen Schwester, küsst und streichelt sie wo sie nur kann und heult wirklich mehr oder weniger aus Solidarität mit, wenn Elli schreit, doch geht es an ihr nicht einfach so vorüber, dass Mama und Papa sich jetzt auch noch um ein anderes Kind kümmern müssen. Merken tun wir das vor Allem daran, dass sie seit ich im Krankenhaus und damit drei Nächte von ihr getrennt war, abends totale Einschlafprobleme hat. Sonst legen wir sie ins Bett und innerhalb von zwei Minuten ist sie weg. Nun aber war das abendliche Zubettgehen eine wahre Qual. Markus musste ihr unzählige Bücher vorlesen, mit ihr kuscheln und am Ende ist sie dann tatsächlich auf (!!!) ihm eingeschlafen.

Heute Mittag durfte ich das dann auch hautnah miterleben und ich sage euch, mein Herz hat sowas von geblutet! Das kenne ich von der Maus einfach gar nicht und es ist mehr als offensichtlich, dass das ihre Art ist, die neue Situation zu verarbeiten. Sie hat richtig geschrien und bitterlich geweint, sobald man sie auch nur in die Nähe des Bettes brachte oder sagte, dass sie jetzt bald schlafen soll. Furchtbar.

Ein Lichtblick ist jedoch, dass es heute Abend schon wesentlich besser ging. Das liegt sicher auch daran, dass wir heute einen schönen und entspannten Tag alle vier hatten und wir als Eltern uns auch extrem viel mit der Chli beschäftigt haben. Sie hatte mir ja unwahrscheinlich gefehlt im Krankenhaus, deshalb lechzte ich förmlich danach, endlich wieder mehr Zeit mit ihr verbringen zu können. Zumal es mir gerade jetzt sehr wichtig ist, dass sie spürt, dass sie immer noch genauso wichtig wie früher ist und dass wir sie lieb haben. Und da Elli (zumindest tagsüber) eine wahre Schlafmütze ist und Papa bisher auch noch nicht viel Zeit hatte, mit ihr zu kuscheln, konnte ich die kleine Maus einfach immer mal an ihn abgeben und Zeit mit der grossen verbringen. Das war herrlich und tat uns beiden total gut.

Ausflug auf den Spielplatz mit unseren beiden Mäusen. Der Fahrradanhänger ist wirklich eine Wucht und macht sich super, um die beiden durch die Gegend zu kutschieren.

Ausflug auf den Spielplatz mit unseren beiden Mäusen. Der Fahrradanhänger ist wirklich eine Wucht und macht sich super, um die beiden durch die Gegend zu kutschieren.

Ansonsten bin ich natürlich komplett übermüdet und kann die Stunden, die ich seit vorigem Montag nachts geschlafen hab an zwei Händen abzählen. Also dass die Nächte recht schlaflos werden würden, wusste ich ja noch von der Chli aber im Gegensatz zu Elli hatte Lilly damals wenigstens einen festen Trink-Rhythmus, nämlich aller drei Stunden und das von der Minute ihrer Geburt an. Die kleine Elli-Maus hingegen macht die Nacht zum Tag und verschläft die gesamte Zeit, in der es hell ist, um dann im Schutze der Dunkelheit ordentlich Remmidemmi zu veranstalten. So volles Programm mit dreimal kacken, nicht schlafen wollen, quengeln und vor Allem: saufen saufen saufen. Boah, ihr sagt, ich sah am Tag der Geburt frisch aus?! Dann solltet ihr mich nämlich jetzt mal sehen! Die Augenringe hängen förmlich in den Kniekehlen… ;-)

Selbst im Anhänger beugte sich die Chli manchmal spontan rüber und streichelte ihre Schwester. Hach.

Selbst im Anhänger beugte sich die Chli manchmal spontan rüber und streichelte ihre Schwester. Hach.

Trotzdem ist es total schön, so zu viert. Wir fühlen uns komischerweise jetzt erst als “richtige Familie”, denn irgendwie fehlte davor immer noch jemand. Und bevor ihr fragt: mein Klassenziel ist immer noch nicht erreicht, es bleibt bei der magischen Drei ;-) Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit und wir werden sehen, wie der Alltag in den nächsten Wochen und Monaten wird. Erstmal ist einfach nur schön, dass es die kleine Elli gibt und dass ich endlich auch meine Chli wieder habe, die mir soooo gefehlt hat in den letzten drei Tagen :-) So schnell lasse ich die nicht mehr allein, da könnt ihr Gift drauf nehmen! ;-)

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal für die zahlreichen Kommentare, E-mails, Sms und wie ihr uns sonst noch zur Geburt gratuliert habt. Es war richtig schön, jedes Mal wieder einen Glückwunsch zu bekommen, sobald man den Computer anmachte. Leider werde ich nicht auf jeden einzelnen Blogkommentar antworten können, es waren einfach soooo viele aber ihr sollt wissen, dass wir uns wie gesagt riesig darüber gefreut haben! Genauso wie über eure Blumen, lieber Jens und liebe Simone! Was für eine tolle Überraschung, als uns gestern der Blumenbote damit überraschte! Danke!

Ach und bevor ich es vergesse: Über die Grüsse der “stillen” und mir persönlich unbekannten Leser habe ich mich ganz besonders gefreut, nur dass ihr’s wisst ;-)

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