Kopenhagen ist wirklich eine tolle Stadt und wir haben festgestellt, dass man dort gut und gern mehr als 5 Tage verbringen kann. Nun, wir hatten auch bombastisches Wetter (zumindest an 4/5 Tagen) und die Sonne trug ganz erheblich zu unserem wärmebedürftigen Wohlbefinden bei.

Das Stadtbild ist in Kopenhagen nahezu bunt, gerade wenn man es im Gegensatz zu den norwegischen Städten betrachtet. Viele farbige Häuser reihen sich aneinander, die meisten davon in unterschiedlichen Baustilen und mit raffinierten Details, die der Stadt überhaupt erstmal zu dem tollen Charme verhelfen, den sie auf ihre Besucher ausstrahlt.

Das Zentrum und Umgebung haben wir eigentlich fast gänzlich zu Fuss erkundet – etwas zum Leidweisen meines Rückens, wie ich immer wieder feststellen musste. Nach mehreren Stunden Fussmarsch war ich abends dann oft so knülle, dass ich weder muh noch meff sagen konnte und mich manchmal am Liebsten direkt mit Lilly schlafen gelegt hätte. Hab ich aber nicht, denn auf dem Sofa konnte man sich auch bestens regenerieren :-)

Unser Hotel war ebenfalls totale Spitzenklasse, wie man auf den Bildern schon erkennen kann, auch wenn diese natürlich beim Verlassen unseres Appartments aufgenommen wurden, als alles unaufgeräumt war und nicht wie wir es eigentlich hätten tun sollen, bei unserer Ankunft.

Dass wir zwei Zimmer hatten, hat sich mal wieder sehr bewährt. Während Lilly selig in der Schlafstube schlief, konnten Markus und ich nebenan auf der Couch lümmeln, kochen oder Krach machen. Das war echt super! Ausserdem hat unser Babyphone eine sehr gute Reichweite, sodass wir manchen Abend runter in die Hotellobby sind, um dort kurz im Internet zu surfen.

Alles in Allem also ein seeeeehhhrr entspannter Kurzurlaub, den wir alle drei extrem genossen haben. Übrigens auch in kulinarischer Hinsicht….

Und das haben wir gemacht:

Wir sind zum Beispiel mit dem Sightseeing-Boot gefahren und haben die Kanäle Kopenhagens unsicher gemacht:

Wir sind im Stadtviertel “Christiania” gewesen, in dem viele unkonventionelle Menschen wohnen, die einst versucht haben eine Art unabhängige Gesellschaft innerhalb des dänischen Staates zu gründen. Der Besuch dort war überaus faszinierend, doch war es aus Rücksicht auf die dort wohnenden Leute verboten, Fotos zu machen. Deshalb nur ein Bild der Chli, die ganz entspannt in ihrem Wagen lag, als wir in der Gegend friedlich um einen See liefen:

Wir haben die buntesten Häuser gesehen:

Wir haben die Chli eingecremt, was das Zeug hielt, damit ihr die böse böse Sonne auch ja keinen Sonnenbrand verursachen würde:

Und wir haben uns so richtig auf Ostern eingestimmt:

Wie schön, wenn man nach Hause kommt und noch ein paar Tage frei hat! Noch besser wäre es allerdings, wenn wir ein Auto hätten, denn unseres steht seit der Abreise nach Kopenhagen in der Werkstatt und sollte eigentlich pünktlich zu unserer Rückkehr fertig sein. Nur ist es das eben nicht, sodass wir jetzt tatsächlich die gesamten Osterfeiertage ohne fahrbaren Untersatz dastehen :( Und das bei dem geilen Wetter, das wir gerade in Norwegen haben! :((((

Naja, dafür haben wir heute eine Radtour nach Bryne gemacht und das war auch toll. Am Wochenende wird mit unseren französischen Freunden auf der Terrasse gegrillt und nächste Woche kommen meine Eltern über ein verlängertes Wochenende zu Besuch. Juhu!

Mini geht es auch super. Seit ca. 2 Wochen spüre ich die Tritte immer fester und regelmässiger und das ist ein sehr schönes und beruhigendes Gefühl. Ausserdem war ich ja auch einen Tag vor unserer Reise im Krankenhaus zur Feindiagnostik und wie ihr vielleicht bei Twitter gelesen habt: es lief super und es sieht ganz so aus, als würden wir ein quietschfideles, gesundes Kind bekommen!

Ich war wieder irre nervös davor, auch wenn ich keinen Grund zu Befürchtungen hatte und atmete wie schon letztes Mal erleichtert auf, als die Ärztin (die ich übrigens kannte) über alle Organe mit wohlwollendem Blick fuhr und mir jegliche Sorge sofort von der Seele nahm. Es war jedoch irre schwierig, ordentliche Bilder von dem Muckelchen zu machen, da es sich in einer Tour bewegte und ich sogar während des Schallens die Tritte merkte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Chli damals so aktiv gewesen wäre…

Interessant fand ich, dass mir das Geschlecht unseres Babys wirklich schnurzpiepsegal war, selbst als ich dort auf der Liege lag und es jederzeit hätte erfragen können. Es war einfach nicht wichtig, denn wie schon bei Lilly wollte ich einfach nur, dass das Kind gesund ist und dass keine Auffälligkeiten feststellbar sind. Sonderbar, nicht wahr? Schon damals mochten wir es eigentlich eher aus pragmatischen Gründen wissen, als aus Neugier (und das, wo ich so ziemlich der neugierigste Mensch auf der Welt bin!).

Naja, wir wissen es jedenfalls immernoch nicht und sind allem Unken zu Trotz mit unserer Entscheidung sehr glücklich :-) Komisch ist nur, dass ich Mini nun voraussichtlich bis zur Geburt nicht wieder sehen werde. Ein sehr merkwürdiges Gefühl irgendwie aber die Zeit vergeht ja wie im Fluge und der September ist schneller da, als man denkt.

Apropos- der Geburtstermin hat sich auf den 16.9.2011 verschoben. Und auch hier habe ich mal wieder nicht schlecht gestaunt, was die “mütterliche Intuition” so ausmacht. Während meine Hebamme und Ärztin immer den 10. bzw. 11.September als Geburtstermin berechneten, habe ich komischer Weise schon von Anfang an auf ein Datum um den 15. getippt. Keine Ahnung warum aber so war es. Nun können wir hoffen, dass Mini genauso pünktlich wie seine grosse Schwester wird, denn die kam schliesslich genau zum errechneten Entbindungstermin.

Und nochmal apropos (wo wir grad schon wieder bei der mütterlichen Intuition sind): Das erste, was ich dachte, als ich die Ultraschallbilder von Mini sah, war dass das ein Junge sein muss. Dass diese Annahme völlig unbegründet und an den Haaren herbeigezogen ist, weiss ich selbst aber vielleicht bewahrheitet sie sich ja doch?! Fakt ist jedoch leider auch, dass wirklich alle meine Freundinnen, die sich das Geschlecht vor der Geburt nicht haben sagen lassen, am Ende auf das falsche gesetzt haben. Soviel zum Thema “mütterliche Intuition”. Die Chancen stehen daher also weiter bei 50:50.

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