aus diesem grund wollten wir auch vom touristischen nessebar weg und in die stadt- dort wo die einheimischen leben und wo nicht hotel an hotel aneinander gereiht stehen. also nahmen wir den bus nach burgas, das eine 3/4 stunde von unserem hotel entfernt lag. und ich kann sagen: es war toll. eine niedliche stadt (immerhin die viertgrößte bulgariens) mit vielen tollen alten gemäuern und einem sehr eigenem flair. ich habe mich total wohlgefühlt dort! geshoppt haben wir außer dem koffer aber nichts, denn ich muss zugeben, dass ich irgendwie immer ein schlechtes gewissen hatte, einen auf fettlebe zu machen. es ist doof, denn im prinzip ist es ja auch gut für die wirtschaft das landes, aber irgendwie fühlte man sich immer unwillkommen und als tourist nicht gern gesehen. das ist leider auch der grund dafür, dass markus und ich nicht so schnell wieder nach bulgarien reisen würden.

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dass das land arm und vielerorts auch sehr dreckig ist, ist eine sache aber diese permanente unfreundlichkeit der menschen hat uns überhaupt nicht gefallen. natürlich gab es auch sehr nette, hilfsbereite und interessierte leute aber die große masse hat uns wie ein “notwendiges übel” behandelt. geduldet aber nicht gemocht. das war schade. andererseits kamen wir ja auch ziemlich zum ende der saison und die menschen hatten bestimmt einfach auch die nase voll von den ganzen touristenscharen. und da bulgarien so billig ist, besonders was den konsum von alkoholischen genussmitteln angeht, wird das land scheinbar sehr als ballermann missbraucht. ich denke schon, dass im sommer viele sich die birne wegsaufen und kein besondes gutes bild auf uns deutsche werfen. insofern verstehe ich die bulgaren auch irgendwie. aber man kommt sich eben schon doof vor als normaler mensch, der sich einfach nur ein wenig entspannen will, der wirklich land und leute kennenlernen möchte und dann ständig vor den kopf gestoßen wird.

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