Der Sommer geht seinem Ende zu und mit ihm sind heute nun auch die letzten Freunde abgereist. Schade. Sehr schade, um ehrlich zu sein, denn dieses Jahr war es nicht nur total nett mit unseren ganzen Besuchern, sondern auch extrem entspannt.

Erst waren ja die Schnuffis hier im Mai, dann kamen unsere zwei Schweizer, die uns übrigens auch im Nachhinein nochmal mit einem riesigen Ovomaltine-Päckchen beglückt haben, dann Markus’ Eltern und nun Radditz und Mathieu.

So ungefähr sah es überall aus in unserem Urlaub. TOLL!

So ungefähr sah es überall aus in unserem Urlaub. TOLL!

Da wir zwischen allen Besuchen immer ein paar freie Tage eingeplant hatten und zwischendurch ja auch selbst nochmal in den Urlaub gefahren sind, hatten wir dieses Jahr nicht den Eindruck, selbst gar nichts vom Sommer zu haben. Die warmen Tage (und sogar die kalten) gingen um wie nichts und mir wird schon ganz bange, wenn ich daran denke, dass in ungefähr 10 Tagen meine neue Arbeit losgeht und ich- und das ist das eigentlich Schlimme daran- viele Stunden am Tag von der Maus getrennt sein werde. Ich mag da grad gar nicht drüber nachdenken… Klar, Papa passt auf aber ich war irgendwie noch nie länger als 3 Stunden von ihr weg und da hat sie mir immer schon übelst gefehlt. Ich weiss nicht, ob sich das einer vorstellen kann aber Lilly fehlt mir schon, wenn sie nur nachts schläft. Insofern bin ich manchmal fast froh darüber, wenn ich aufstehen und sie stillen kann (muss). Ok, das ist jetzt echt etwas übertrieben, ich wäre schliesslich sehr froh, wenn ich endlich nachts nicht mehr stillen müsste aber ein klein wenig ist es eben schon so…

Das ist keine Fotomontage. Das sind Markus und Lilly in unserem Hotelzimmer, vor dem Balkon mit Fjordaussicht :-)

Das ist keine Fotomontage. Das sind Markus und Lilly in unserem Hotelzimmer, vor dem Balkon mit Fjordaussicht :-)

Naja, jedenfalls werde ich wohl versuchen müssen mich langsam aber sicher von meinem Kind zu entwöhnen und die Maus in Markus’ Hände abzugeben. Eigentlich ist das ja auch der ideale Fall. In Frankreich müssten wir uns nun eine Tagesmutter suchen oder sonst eine Art der Betreuung. Ich kann mir gar nicht vorstellen, meinen kleinen Wurm, der noch so winzig ist, in andere Hände als die von Mama oder Papa zu geben. Wir sind also schon privilegiert und ich habe es ja zu guter Letzt auch selbst so gewollt, nur ist eben aller Anfang schwer und ihr arbeitenden Mütter da draussen versteht bestimmt alle diese Verlustängste.

Mehr als einmal mussten wir die Chli während des Urlaubs im Auto wickeln. Ihr war's egal :-)

Mehr als einmal mussten wir die Chli während des Urlaubs im Auto wickeln. Ihr war's egal :-)

Trotz dieser ganzen Befürchtungen freue ich mich natürlich auch ungemein auf die neue Herausforderung. Endlich mal wieder raus, Leute sehen, über was anderes als nur Windeln reden, eine Aufgabe haben, den Alltag ein bisschen besser gestalten können als dass sich alles immer nur ums Kind dreht. Klingt sehr paradox zu dem was ich grad oben gesagt habe und doch empfinde ich es genau so. Ich denke, dass wir davon alle profitieren werden. Markus bekommt mehr Zeit mit seiner Tochter, ich bin ausgeglichener und das wiederum wirkt sich hoffentlich auch positiv auf die Chli aus. Und schliesslich gehe ich ja nur zu 70% arbeiten und kann bei dem Aufbau meines Stundenplans in erheblichem Masse mitreden. Daher werde ich wahrscheinlich relativ kurze Tage haben.Bleibt nur zu hoffen, dass mir die Arbeit auch gefällt und ich mit den neuen Kollegen gut klarkomme. Aber mein Gott, man ist ja noch jung… wenn auch nicht mehr ganz jung ;-)

Ohne die Manduca wäre ich glaub ich nur noch eine halbe Mutti ;-)

Ohne die Manduca wäre ich glaub ich nur noch eine halbe Mutti ;-)

In drei Tagen werde ich ja nun auch schon 31 und das ist ein Alter, das ich gar nicht mag. Also genauer gesagt fand ich es sowieso viel schöner, eine Zwei davor stehen zu haben, statt einer Drei. Naja, der Zug ist abgefahren… ;-) Schade nur, dass Radditz und Mathieu nicht mehr hier sind, um meinen Geburtstag mit uns feiern zu können. Letztes Jahr um diese Zeit waren wir in Frankreich bei ihnen zu Besuch und das war richtig toll. Überhaupt waren die ganzen 10 Tage toll, in denen die beiden jetzt hier waren. Vom Wetter her war es zwar ziemlich durchwachsen aber wir haben das Beste draus gemacht. Nun sitze ich hier auf der Couch und die Wohnung fühlt sich ganz leer an. Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an Besuch, besonders wenn es so lieber ist.

Zu Besuch bei Rekstens in Florø. Das ist Torleif, ein super netter, intelligenter Mann, den Lill eigentlich sehr mochte, auch wenn es auf diesem Bild nicht so aussehen mag.

Zu Besuch bei Rekstens in Florø. Das ist Torleif, ein super netter, intelligenter Mann, den Lilly eigentlich sehr mochte, auch wenn es auf diesem Bild nicht so aussehen mag.

Ansonsten waren wir in den Tagen bevor die beiden kamen richtige Heimwerker. Markus hat endlich mal im ganzen Haus Scheuerleisten verlegt (das hatten wir bei unserem Einzug vor zwei Jahren (!!!) leider nicht mehr geschafft und dann ist es liegen geblieben.) Das war eine ganz schöne Arbeit, zumal ja alle Möbel verrückt werden mussten. Halleluja, da haben wir so einige Staubbüschel aufgekehrt… . Zuvor hat Markus’ Papa, der ja Tischler ist dabei geholfen, unsere Treppe endlich mal auf Fordermann zu bringen. Da fehlte nämlich beispielsweise noch eine Abschlussleiste zwischen Stufe und Parkett und genau wie diese doofen Kehrleisten war das vor zwei Jahren nicht fertig geworden. Und wie es eben so ist, man geht jeden Tag daran vorbei und irgendwann sieht man sowas gar nicht mehr. Jetzt ist’s aber schmuck und man merkt, dass der Profi am Werk war!

Am Geirangerfjord war es einfach nur gigantisch.

Wahnsinn, durch was für Landschaften wir da so gefahren sind.

Naja und nun gerade steht das vorerst letzte, jedoch auch grösste Bauprojekt an: wir wechseln die Türen im Haus aus und müssen in diesem Zuge natürlich auch alle Türrahmen, Fenster und die Treppe streichen. Die Türen haben mich ungemein gestört, als wir hier eingezogen sind. Die Rahmen waren zwar aus sehr schönem dunklen Holz, doch passte eben die dazugehörige Tür nicht, denn die hatte so eine merkwürdige hellbraune Farbe und sah insgesamt ganz schön abgewetzt aus. Aber wie es eben so ist, man renoviert erstmal das was es wirklich nötig hat, also Wände in den Zimmern, Parkett im Haus, Küche,… . Als wir aber letztens im Baumarkt sehr schöne weisse Türen im Angebot sahen, brauchten wir für die Entscheidung nicht lange. Dafür hatten wir uns schon zu oft über diese doofen Dinger geärgert, die wir jetzt drin haben. Also 7 Stück eingesackt, dazu noch die letzten Beschläge ergattert, die teilweise fast soviel kosten, wie die ganze Tür und ab nach Hause. Mit irgend so einer Ökofarbe, die nicht riecht streicht Markus nun gerade alle Rahmen und Fenster und morgen ist noch die Treppe dran. Was für eine Arbeit! Und als wäre das nicht schon genug Aufwand, muss er alles mindestens dreimal streichen, denn die Farbe ist zwar freundlich zu ihrer Umwelt, deckt jedoch nur sehr schlecht. Dafür riecht man eben aber auch NICHTS und das war uns sehr wichtig, jetzt, wo wir ein Baby im Haus haben. Da streichen wir lieber einmal mehr :-) Es scheint jedenfalls sehr schön zu werden mit diesen ganzen weissen Türen, Fenstern und der weissen Treppe und die Arbeit lohnt sich bestimmt. Ich werde darüber beim nächsten Eintrag berichten.

Am Geirangerfjord war es einfach nur gigantisch!

Am Geirangerfjord war es einfach nur gigantisch!

So, unseren Sommerurlaub in Norwegen konntet ihr nun leider nur durch eine Bilderstrecke nachvollziehen. Eigentlich wollte ich schon viel eher darüber schreiben, aber wie das so ist wenn man Besuch hat, man kommt zu nichts. Es war jedenfalls total schön und wir haben die freien Tage im Land sehr genossen.

Familienfoto beim Ausflug ins Aquarium in Bergen.

Familienfoto beim Ausflug ins Aquarium in Bergen.

(28 Kommentare)