Also erstmal soviel: ich habe weder Wehen, noch ist die Fruchtblase geplatzt, noch passiert hier gerade irgendwas, das nur annähernd auf Minis Geburt verweist. Also eigentlich stinklangweilig, wäre da nicht die klitzekleine nervenaufreibende Sache mit unserem Auto, das ausgerechnet heute kaputt gehen muss!
Vorhin waren wir mal wieder bei Ikea, um einiges, was wir zuviel gekauft hatten zurückzugeben. Kaum aber hatten wir den Rückweg angetreten und waren auf der Autobahn, passierte es: die Karre begann zu qualmen, stank, machte fiese Geräusche und blieb letztendlich einfach so stehen. Und das alles irgendwann kurz nach 6, also schon nach der eigentlichen Schlafenszeit der Maus.
Ihr könnt euch unsere Frustration vorstellen und sicher noch mehr die Panik, die mich sogleich erfasste. Was, wenn ich in den nächsten Stunden/Tagen Wehen bekommen würde? Das Krankenhaus liegt immerhin mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde von uns entfernt und ohne Auto ist es ein Ding der Unmöglichkeit, da mit geplatzter Fruchtblase hinzukommen. 1000 Gedanken schossen mir natürlich gleich durch den Kopf. Der Clou wäre ja noch gewesen, wenn ich vorhin mitten auf der Autobahn Wehen bekommen hätte… ;-)
Naja, wir dann jedenfalls unseren französischen Freund Éric angerufen und gefragt, ob er uns abschleppen kann. Hilfsbereit wie immer, stand dieser bereits 20 Minuten später auf der Matte und befestigte ein extrem kurzes Abschleppseil an unserer Mistgurke. Lilly war inzwischen super ningelig und ich einfach nur heilfroh, dass wir wenigstens kurz zuvor bei Ikea gegessen hatten, sonst wäre die Fahrt der reinste Horror geworden.
Am Ende waren wir dann kurz nach 8 hier, haben der Chli noch was zu essen gegeben und um 9 ist sie totmüde im Bett verschwunden. Markus und ich sind auch total im A… und ausser diesen Blogeintrag zu schreiben, werde ich heute trotz 1,5h Mittagsschlaf nicht mehr viel zustande bringen.
Inzwischen haben wir auch die Nachbarn angerufen (die natürlich sofort dachten, es ginge was los) und mit ihnen ausgemacht, dass wir deren Auto leihen können, im Falle des Falles. Allerdings gilt das zunächst nur für diese Nacht und morgen. Am Montag wird der Nachbar sein Gefährt ja sicherlich brauchen, um auf Arbeit zu kommen, insofern würden wir da wohl nochmal auf Éric zurückgreifen müssen, was mir eigentlich ganz schön unangenehm wäre.
Das Gemeine ist ja eigentlich sogar, dass bei uns schon seit ein paar Tagen die Motorlampe leuchtete. Wir waren auch umgehend in der Werkstatt und haben uns befragt, was nun zu tun sei. Die haben den Fehler da auch ausgelesen und uns einen Termin für diesen Montag um 7.30 Uhr gegeben. Jedoch wurde uns nochmal ausdrücklich versichert, dass wir weiter mit dem Auto fahren können. Mhh, Montag früh war dann scheinbar doch ein wenig spät… aber wer konnte auch ahnen, dass Mini später kommen würde?!
Ach ich hab diese ganze Automisere sooooo satt, das könnt ihr euch echt nicht vorstellen. In den letzten Monaten haben wir in dieses Drecksvieh so wahnsinnig viel Kohle gesteckt, derweile ist es noch keine 5 Jahre alt (2006er Modell). Bitte kauft euch nie einen Ford Mondeo Kombi!!!
Naja, bei dem ganzen Stress würde es mich nichtmal wundern, wenn es heute Nacht losgehen würde. Mir ist aber im Moment so ziemlich alles egal, muss ich sagen. Ich hab mich jetzt damit abgefunden, dass es unter Umständen noch dauern könnte und in Anbetracht unserer Transportsituation wäre es wahrscheinlich nichtmal das Schlechteste, wenn ich erst nächste Woche entbinden würde. Aber es soll einfach passieren, wann es passiert, ich hab’ grad keine Lust, mir darüber nun auch noch den Kopf zu zerbrechen.
10 KommentareIhr seht schon, die Pünktlichkeit von seiner grossen Schwester hat Mini scheinbar nicht geerbt :( Den ganzen Tag haben wir auf ein Zeichen gewartet aber ausser mit vielen Tritten, Schluckaufs und durch-den-Bauch-Geschiebe hat sich das Mäuschen leider nicht gemeldet.
Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich heute nicht ganz so entspannt war wie die beiden letzten Tage, was ich mir allerdings selbst zu verdanken habe.
Nach dem Frühstück habe ich die Chli in den Kindergarten gebracht und bin dann erstmal wieder nach Hause, wo ich mich bestimmt zwei Stunden auf dem Sofa niedergelassen und überlegt habe, was ich denn nun mit diesem wundervollen Tag anstellen solle. Denn hier war traumhaftes Wetter, kann ich euch sagen. In meinem Elan und voller Energie beschloss ich (in Absprache mit dem Duracell-Häschen), dass wir doch ganz spontan die Nachbarn zum Essen einladen könnten. Ich hatte ja Zeit und die kann man für’s Kochen schon gern nochmal aufbringen, wenn man weiss, dass es in den nächsten Wochen in dieser Hinsicht eher eng aussehen wird. Zu unserer Freude sagte unsere eigentlich immer sehr beschäftigte “Ersatzfamilie” sofort zu, womit für mich die Tagesplanung entschieden war.
Na und weil draussen die Sonne schien, beschloss ich dann doch erstmal raus zu gehen, spazieren. Da allerdings mein schlimmster Albtraum derzeit ist, dass die Fruchtblase mitten auf der Hauptstrasse in Bryne platzen könnte (was sehr sehr unwahrscheinlich ist aber doch passieren kann), traute ich mich nicht, den gewohnten Weg ins Städtchen anzutreten, sondern ging einmal runter Richtung Kirche und zurück, was mir auch alles in Allem eine gute Stunde Spaziergang einbrachte.
Auf dem Heimweg war ich dann noch einkaufen und hatte zwei wirklich schwere Tüten nach Hause zu tragen (ist ja jetzt am Tag des Entbindungstermins quasi erlaubt), denn wir wollten gefüllte Crêpes machen, was ziemlich viele Zutaten erfordert. Völlig erschöpft kam ich irgendwann auch mit langen Armen hier an und konnte nur noch eines: schlafen.
Tja, das tat ich dann auch, mit dem Ergebnis, dass ich 1,5h durchschlief (und noch länger liegen geblieben wäre, wäre es möglich gewesen). Allerdings auch mit der Folge, dass ich plötzlich ganz schönen Kochstress hatte, denn die Nachbarn waren für 16.30 Uhr eingeladen. Puhhh, da war er eben wirklich gleich da, der Stress. Natürlich war nichts fertig, als die 4 kamen aber da man sich mit denen immer viel zu erzählen hat und Lilly schön mit den Kindern spielte, war das alles kein Beinbruch. Ich denke nur, dass alle ganz schön Knast hatten und am Liebsten gleich losgelegt hätten… ;-)
Naja, nun sind sie wieder weg, wir haben Lilly ins Bett gebracht (die selbst komplett überdreht war), ich habe noch schnell hier aufgeräumt, während Markus noch was arbeiten musste und jetzt erst komme ich dazu, meinen Blog zu aktualisieren und euch Entwarnung zu geben.
Einerseits ist es schon eine tolle Zeit, wenn man zu jeder Tages- und Nachtzeit hoffen kann, dass es losgeht, denn hier bewahrheitet es sich mal wieder: Vorfreude ist die schönste Freude. Andererseits bin ich eben auch so schrecklich ungeduldig und kann es kaum erwarten, Mini endlich in den Armen zu halten. Es ist ein zweischneidiges Schwert aber ich habe beschlossen, mich erstmal auch darüber zu freuen, dass ich noch schwanger bin. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist das für mich ein grosses Geschenk im Leben (wenn nicht das grösste überhaupt, das man bekommen kann) und in nur wenigen Monaten werde ich mich höchstwahrscheinlich wieder nach dem dicken Bauch sehnen, zumal es mir ja auch körperlich total gut geht. Also nehmen wir es wie’s kommt und wissen ja: in spätestens zwei Wochen ist Mini da, daran ist nicht zu rütteln. Und was sind schon zwei Wochen? :-)
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