Schubis blog

Durchwachsen waren sie, die Wochen seit dem letzten Blogeintrag. Schön natürlich, das könnt ihr euch sicher anhand der Bilder schon denken aber eben auch extrem anstrengend und konfliktreich.

Unsere zwei Gurken :-)

Unsere zwei Gurken :-)

Unsere kleine Elli wächst und gedeiht prächtig (sorry für den Pflanzenjargon!) und bringt jetzt schon bald 4,5 Kilo auf die Waage (schätze ich mal). Man sieht ihr die gute Ernährung auch an, denn zu einem ziemlich breiten Doppelkinn gesellen sich mittlerweile rosige Pausbäckchen und stattliche Ärmchen und Beinchen.

Ein richtiger kleiner Wonneproppen also, der mit dem Neugeborenen von vor gut einem Monat nur noch wenig gemeinsam hat. Junge, da sieht man mal wieder wie schnell die Zeit vergeht. In Grösse 50/56 passt sie allerdings noch problemlos, nicht dass ihr denkt, das Kind wäre inzwischen riesig ;-)

Dass Elli schon seit ihrer Geburt ganz schön mit der Verdauung zu tun hat, wisst ihr ja, doch obwohl es zwischenzeitlich wieder besser wurde, kämpfen wir im Moment mit lauten, grummelnden Magengeräuschen, Verstopfung, wundem Popo, Bauchschmerzen und als wäre dem allen nicht schon genug, auch noch mit Mundsoor. Dem Kind bleibt wirklich nichts erspart! :( Sie hat es schon nicht leicht, unsere kleine Maus. Irgendwas plagt sie eigentlich immer und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie ständigen Körperkontakt braucht und bei Abreissen desselbigen sofort anfängt bitterlich zu weinen lauthals zu brüllen.

Das geht ganz schön an die Nerven bzw. zehrt auch an ihren Kräften. Besonders abends windet sie sich oft vor Schmerzen und ist ausser durch Herumtragen durch nichts so richtig zu besänftigen. Das Schlimmste ist, dass man ihr nicht wirklich helfen kann. Wir haben soooo viel versucht und dabei doch immer den Eindruck, dass nichts wirklich was bringt. Verzweifelt wie wir mittlerweile sind, haben wir den Rat einer Hebamme und verschiedener Freunde befolgt und waren sogar schon zweimal beim Chiropraktiker. Ohne Resultat, leider. Morgen müssen wir wieder hin, doch meine Hoffnungen, dass das was bringt schwinden langsam. Derweile hat der tatsächlich rausgefunden, dass das Kind irgendwas im Nacken plagt. Drückt er auf die eine Seite, passiert nichts. Drückt er auf die andere, brüllt das Mäuschen wie am Spiess. Ausserdem hat Elli definitiv eine Lieblingsseite, auf der sie schläft oder eben in die Welt guckt und das ist ebenso auf dieses Phänomen zurückzuführen. Er also ein bissel an ihr rumgeknackt (au, das ist nichts für Mamas Ohren oder gar Augen!) und schon sollte die Welt wieder in Ordnung sein. Aber naja, Konjunktiv eben… :(

Nachts ist das alles dann natürlich noch einen Zacken schärfer und ich kann tatsächlich behaupten, dass ich die wenigen Minuten oder gar Stunden Schlaf, die ich bisweilen bekomme, an weniger als einer Hand abzählen kann. Was wir da so treiben?! Naja, stillen natürlich, denn die Minimaus hat einfach mal immer Hunger, kuscheln, singen, streicheln, kacken (also sie) ;-) und demzufolge auch Windeln wechseln. Letzteres passiert dann im schlimmsten Falle ganze 4 mal in einer Nacht, im besten aber, so wie heute, nur einmal. Ohne geht’s nicht, das lehrte uns gestern der klitschnasse Pucksack und Schlafanzug. Derweile hatte das Kind nur gepullert!

Enorm anstrengend, wie ihr euch vorstellen könnt! Morgens steht man auf und fühlt sich wie gerädert, doch zum Schlafen kommt man am Tag nur schwer, denn sobald man das Mäuschen irgendwo ablegt, sogar neben einen selbst, fängt es an zu weinen. Also geht nur Manduca und rumtragen. Blöd nur, dass sich die Manduca unter der Dusche so schlecht macht… ;-)

Naja, ihr seht schon, wir haben ganz schön unser Brot. Gott sei Dank sind da aber auch diese vielen schönen Momente. Die wachen Augen, mit denen Elli sich die Welt anschaut, wenn sie denn mal nicht schläft, ihr mehr oder weniger bewusstes Lächeln in manchen Situationen oder die Chli, die jeden Tag etliche Male “Bebie, Bebie” schreit und sofort zu ihrer kleinen Schwester rennt, wenn diese weint, nur um sie zu trösten. Nein, alles in Allem ist das Leben mit der kleinen Motte schon toll- nur die Schmerzen würde ich ihr gern ersparen. Wahrscheinlich aber müssen wir einfach die ersten drei Monate überstehen und dann darauf hoffen, dass das grösste Übel überstanden ist. Leider ist das aber noch ganze 2 Monate hin… eine lange Zeit für chronisch übermüdete Eltern und bauchschmerzgeprüfte Säuglinge…

Ansonsten hatten wir letzte Woche Besuch und zwar von Markus’ Eltern. Für Lilly waren die Tage mit Oma und Opa der reinste Himmel. Damit meine Schwiegereltern so viel Zeit wie möglich mit der Chli verbringen konnten, haben wir die Süsse die Woche über nicht in den Kindergarten geschickt. Auf diese Art konnte sie jeden Tag ausschlafen, dann in Ruhe aufwachen, mit Oma und Opa Buch angucken oder in deren Bett kuscheln und anschliessend zusammen mit Mama und dem “Beebie” Frühstück mampfen. Markus musste leider arbeiten.

Am Wochenende gibt es bei uns immer das Lieblingsfrühstück von Lilly: Nutella-Brötchen und Ei :-) Und da Ferien waren, haben wir es ihr einmal auch mitten in der Woche gegönnt :-)

Am Wochenende gibt es bei uns immer das Lieblingsfrühstück von Lilly: Nutella-Brötchen und Ei :-) Und da Ferien waren, haben wir es ihr einmal auch mitten in der Woche gegönnt :-)

Vor dem Mittagsschlaf ging es dann meist nochmal raus- und das bei Wind und Wetter. Dafür gebührt besonders Markus’ Mama viel Respekt, denn hier war manchmal absolut graues und tristes Regenwetter, das eigentlich keine Lust darauf machte, irgendwie nach draussen zu gehen. Lilly ist es gewöhnt, so wie alle norwegischen Kinder, die hätte drinnen einen Koller gekriegt aber wir Deutschen sind da ja ein wenig anders gestrickt und müssen uns erstmal ganz schön überwinden ;-)

Das Ei wurde von Opa Günter auch stets mit einem lachenden Eiergesicht versehen, was Lilly sehr lustig zu finden schien.

Das Ei wurde von Opa Günter auch stets mit einem lachenden Eiergesicht versehen, was Lilly sehr lustig zu finden schien.

Nun sind die beiden weg und die Chli geht seit gestern wieder in den Kindergarten. So schön die Woche mit den Grosseltern für die Maus auch war, gestern war sie doch total glücklich, ihre Kindergartenfreundinnen wiederzusehen und vor allem auch, allen ihren neuen Rucksack zeigen zu können.

Die Maus andächtig vor dem Fernseher. Jeden Abend vor dem ins-Bett-gehen, darf Lilly den kleinen Maulwurf ansehen. Dabei sitzt sie auf ihrem Kinderstuhl und isst einen Riesenobstteller leer. Herrlich.

Die Maus andächtig vor dem Fernseher. Jeden Abend vor dem ins-Bett-gehen, darf Lilly den kleinen Maulwurf ansehen. Dabei sitzt sie auf ihrem Kinderstuhl und isst einen Riesenobstteller leer. Herrlich.

Den und noch unglaublich viele andere Mitbringsel hatten Markus’ Eltern nämlich im Gepäck und die Chli rennt damit rum und ist stolz wie Oskar. Darin versteckt halten sich auch eine neue Brotdose (jetzt geht diese verdammte “Hello Kitty-Zeit” los) und eine niedliche rosane Trinkflasche. Die Chli steht ja mittlerweile sowieso schon total auf rosa und auch bei der Klamottenauswahl mischt sie schon gehörig mit. Wahnsinn, wie gross sie schon ist…

Elli im Wachzustand im Maxi Cosi als wir am Sonntag mal wieder einen Ausflug in ein Café am Meer gemacht haben.

Elli im Wachzustand im Maxi Cosi als wir am Sonntag mal wieder einen Ausflug in ein Café am Meer gemacht haben.

Am Donnerstag kommen dann meine Eltern, welche jedoch nur bis Sonntag bleiben. Mal sehen, was wir da anstellen und wie verwirrt Lilly darauf reagieren wird, dass es eben nicht nur EINEN Opa und EINE Oma gibt. Im Kindergarten steht sie jedenfalls im Moment immer am Fenster und ruft “Oooomaaaa” und “Ooooopaaaaaa”. Zuckersüss :-)

Derweile vergnügte sich die Chli mit dem grossen "Atto", bei dem sie mit den Füssen sicher erst in einem Jahr an die Pedale reichen wird ;-)

Derweile vergnügte sich die Chli mit dem grossen "Atto", bei dem sie mit den Füssen sicher erst in einem Jahr an die Pedale reichen wird ;-)

16 Kommentare

Es ist Sonntag und unser zweites Wochenende zu viert liegt schon fast hinter uns.

So allein schläft sie wie gesagt eher selten. Allerdings wird es von Tag zu Tag länger :-)

So allein schläft sie wie gesagt eher selten. Allerdings wird es von Tag zu Tag länger :-)

Die Chli schlummert bereits in ihrem Bettchen und auf Markus’ Knien hat sich ein frisch gebadetes kleines Mäuschen eingekuschelt, das da (unterbrochen von einigen Stillpausen) sicher auch den Rest des Abends verbringen wird. Alles in bester Ordnung also und sehr entspannt :-)

Keine gute Qualität aber dafür eben eine Handy-Momentaufnahme von eben :-)

Keine gute Qualität aber dafür eben eine Handy-Momentaufnahme von eben :-)

Gestern war hier bombastisches Wetter. Also so richtig mit einigen Graden über der 20 und massig Sonnenschein. Natürlich schütteten wir alle gleich reichlich Endorphine aus und waren voller Tatendrang.

Ab zum Strand.

Ab zum Strand.

Zunächst hatten wir eigentlich vor, einen Bauernhof hier in der Nähe zu besuchen, der extra für Freizeitaktivitäten in Familie ausgelegt ist. Also mit Tiere anfassen, füttern usw., doch leider mussten wir kurz vor Aufbruch feststellen, dass dieser nur bis Mitte September offen hatte. Was für ein Mist! Ich meine, verstehen konnte ich das bestens, schliesslich ist das Wetter am 1.Oktober sonst eher folgendermassen: grau, regnerisch, kalt und unangenehm. Wer rechnet denn da bitte mit Wärme oder gar mit Sonne?!? Naja, enttäuscht waren wir trotzdem, machten dann aber das Beste draus und fuhren zum Strand.

Ein wenig gehandicapt mit Maxi Cosi auf den Knien aber hey, was hatten wir für einen Spass!?!

Ein wenig gehandicapt mit Maxi Cosi auf den Knien aber hey, was hatten wir für einen Spass!?!

Dort konnte die Maus ausgiebig rumrennen, buddeln, mit Mama und Papa blödeln oder einfach nur die nackigen Füsse in den Sand und wahlweise sogar ins eisige Meerwasser stecken. Mal davon abgesehen, dass die verrückten Norgis natürlich trotzdem zu Hauf baden waren ;-)

Und was machte Elli in der Zwischenzeit?! Na was wohl: essen und schlafen, wie immer :-) So gesehen, war das ein sehr ruhiger Nachmittag und eben einfach nur ein toller Spätsommertag. Die Nacht wurde dann allerdings wieder umso anstrengender. Mannomann, ich war wieder viel wach und das Schlimmste ist, dass ich dank des Wochenbetts nun auch noch schwitze wie ein Schwein. Das war damals mit Lilly nicht so schlimm, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Nun läuft mir jede Nacht der Schweiss bis sonst wohin, man friert, sobald man die Bettdecke zurückschlägt und wenn man dann morgens aufsteht, fühlt man sich einfach nur wäh. Mmh, ich merke gerade, das sind eigentlich etwas eklige Schilderungen hier…ich hör’ ja schon auf. Wochenbett ist toll, hehe ;-)

Ich merke, wie gut es mir im Moment tut, etwas mehr Zeit mit der Chli zu verbringen. In der Woche ist das eher schwierig, denn ich sehe sie eigentlich nur kurz morgens beim Frühstück bevor sie in den Kindergarten geht und dann eben, wenn wir sie nachmittags abholen. Da sie aber schon gegen 18/19 Uhr ins Bett geht, bleibt da auch nicht mehr viel Zeit. Und stillen muss ich sowieso andauernd, sodass ich einfach nicht die gesamte Zeit mit ihr nutzen kann. Demnach ist Papa in den letzten Wochen immer mehr in den Fokus gerückt und daran habe ich schon etwas zu knabbern. Also nicht, dass ich mich nicht freuen würde, dass das zwischen den beiden so gut funktioniert aber mir fehlt eben dieser Alltag mit Lilly, das sie-morgens-fertig-machen, das sie-abends-in-den-Schlafanzug-stecken, mit ihr Bücher angucken oder einfach nur spielen. Früher kam sie immer zu mir, wenn sie was hatte. Jetzt ruft sie “Papa, Papa” und geht zu Markus. Hach, das klingt jetzt bestimmt total doof, denn ich sollte mich wirklich freuen, dass er so ein toller Vater ist aber vielleicht versteht ihr ja was ich meine. Man fühlt sich eben auf einmal fast so ein bisschen ausgeschlossen, auch wenn Markus mir Elli wirklich abnimmt, wo er nur kann. Nur riecht der kleine Gierschlund eben die Milch und beruhigt sich bei mir nunmal besser als bei ihm. Deshalb sind wir manchmal einfach dazu gezwungen, dass ICH mich um Elli kümmere und Markus um die Chli. Aber gut, vielleicht sind das auch nur irgendwelche postnatalen Befindlichkeiten, die mich hier leiten…

Der stolze Papa mit seinen beiden Grazien :-)

Der stolze Papa mit seinen beiden Grazien :-)

Was allerdings total schön und erleichternd ist, ist dass es der Chli wieder deutlich besser geht. Sie ist weiterhin voll süss mit ihrer kleinen Schwester und knuddelt sie wo sie nur kann, hat doch aber auch selbst wieder in den Alltag zurück gefunden. Ich finde sie kaum noch verändert im Gegensatz zu vorher und das macht mich wiederum extrem glücklich. Scheinbar hat sie genau wie wir alle nun ihren Platz in der Familie gefunden und sich mit der neuen Situation vertraut gemacht. Gott sei Dank!

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