Schubis blog

So, ich habe beschlossen, dass ich heute mal eine Art Antiartikel schreiben werde. Wie es scheint, wirkt unser Leben immer so heil und toll: wir wohnen im perfekten Haus, sind immer nur glücklich, kennen keine Probleme und haben sowieso alles, was wir uns wünschen.

So, beginnen wir doch mit der schimmelnden Pflaume in unserem Obstkorb.

So, beginnen wir doch mit der schimmelnden Pflaume in unserem Obstkorb.

Dass das so wirken kann, hab ich zumindest gestern im Gespräch mit Manu erfahren, mit der ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr telefoniert hatte. Um sich ein wenig auf dem Laufenden zu halten, ging sie nämlich immer mal auf meinen Blog und bekam vollends den Eindruck, dass Markus und ich im reinsten Schlaraffenland leben.

Jeder, der uns allerdings kennt weiss, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Nur stelle ich natürlich nicht unbedingt genau das Foto online, auf dem ich einen dicken fetten Pickel auf meinem enormen Doppelkinn habe oder wo man genau sieht, dass ich es in meinem Zimmer mit dem Thema Aufräumen und Reinlichkeit nicht immer ganz so genau nehme ;-) Ihr versteht, was ich meine!?! :-)

Gut finde ich auch das Modell "Doppelkinn". Die 10 kg, die ich bis jetzt schon zugenommen habe, sind eindeutig nicht nur in den Bauch gewandert :-(

Gut finde ich auch das Modell "Doppelkinn". Die 10 kg, die ich bis jetzt schon zugenommen habe, sind eindeutig nicht nur in den Bauch gewandert :-(

Nicht dass ihr jetzt aber denkt, dass ich nun auch passenderweise den ganzen Artikel darüber ningeln will, wie schlecht es uns geht, denn so ist es ja nun auch wieder nicht. Uns geht es eigentlich sogar ganz gut, abgesehen davon, dass Markus sich irgendeine Magen-Darm-Reizung zugezogen hat, die ihm schlimme Bauchschmerzen verursacht oder dass ich mich sowas von erschlagen von der Arbeit fühle, dass ich langsam ernsthaft darüber nachdenke, mich noch 20% mehr krank schreiben zu lassen.

Das Problem hat Markus nicht: auf dem Bild fragt man sich wirklich, wer niedlicher ist: er oder der kleine Henrik. Das ist übrigens Guro und Morten's neugeborener Sohn. Der war einfach nur zum Anschmachten. Und Markus hat sich ausgezeichnet gemacht als Babyhalter. Besser als ich.

Das Problem hat Markus nicht: auf dem Bild fragt man sich wirklich, wer niedlicher ist: er oder der kleine Henrik. Das ist übrigens Guro und Morten's neugeborener Sohn. Der war einfach nur zum Anschmachten. Und Markus hat sich ausgezeichnet gemacht als Babyhalter. Besser als ich.

Aber wie gesagt, es geht uns eigentlich gut. Wie ihr in der Überschrift ersehen könnt, liegen nur noch 8 Wochen vor uns, bis die Kleine endlich da ist. Ich kann es jetzt schon kaum noch erwarten und die Zeit wird uns beiden ganz schön lang. Gott sei Dank ist bald Weihnachten und meine Eltern kommen, sodass es am Ende vielleicht doch schneller geht als angenommen.

Für das Wichtigste ist inzwischen auch gesorgt. In einer Mammut-Shoppingaktion bin ich gestern losgetigert und hab den halben Tag in den unterschiedlichsten Geschäften verbracht, jedoch immer mit dem einen Ziel: Zimmervorbereitung für die Maus. Mir tut das total gut, Babysachen auswählen zu gehen, alles vorzubereiten und die Vorfreude so noch mehr anzufachen. Da wir ja ansonsten fast alles von Markus’ Schwester und einer anderen Freundin bekommen- VIELEN VIELEN DANK- gibt es im Grunde nämlich gar nicht soooviel, was wir anschaffen müssen. Das ist natürlich super, doch auf der anderen Seite fehlt es einem dann auch ein wenig, selbst für sein Kind einzukaufen. Ich weiss nicht, ob ihr das versteht.

Die Wiege haben wir von einer Kollegin geliehen bekommen (samt Musikdings) und ich hab's schonmal rosarot gemütlich gemacht. Keine Angst, das Zimmer wird nicht komplett rosa!!!

Die Wiege haben wir von einer Kollegin geliehen bekommen (samt Musikdings) und ich hab's schonmal gemütlich gemacht. Keine Angst, das Zimmer wird nicht komplett rosa!!! P.s. Im Kinderzimmer sieht's noch aus wie Sau- das haben wir nur geschickt aus dem Foto ausgeklammert. Nur nochmal so zur offiziellen Beruhigung :-)

Jedenfalls macht es deshalb extra Spass, shoppen zu gehen. Auch stellt sich bei mir auf diese Art und Weise etwas mehr innere Ruhe ein: für das Wichtigste ist nun gesorgt und ich habe keinen Stress, wenn es auf’s Ende zugeht. Schliesslich kommt dazwischen noch Weihnachten, wo die Geschäfte nicht offen sind und im Dezember/Januar liegt hier auch gern soviel Eis, dass ich mich schon kaum im nichtschwangeren Zustand auf die Strasse traue. Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiss, wie es mir in einigen Wochen geht. Schon jetzt sind keine ausgedehnten Shoppingbummel mehr möglich wie früher. Irgendwann muss ich mich eben einfach hinsetzen oder irgendwo dringend ein Klo finden ;-) Gott sei Dank wiegt der Enthusiasmus über die erstandenen Güter die zeitiger einsetzende Mattheit wieder auf :-)

Ok, ich weiss, dass mir das kein Mensch abnehmen wird, wenn ich sage, dass das hier Stavanger im Spätherbst ist. Daher ergebe ich mich lieber gleich: das Foto wurde diesen Sommer aufgenommen. Aber ich fand's so schön und brauchte einfach noch einen Kontrast zu meinem so ganz unperfekten Doppelkinn :-)

Ok, ich weiss, dass mir das kein Mensch abnehmen wird, wenn ich sage, dass das hier Stavanger im Spätherbst ist. Daher ergebe ich mich lieber gleich: das Foto wurde diesen Sommer aufgenommen. Aber ich fand's so schön und brauchte einfach noch einen Kontrast zu meinem so ganz unperfekten Doppelkinn :-)

Abgesehen von der Vorfreude auf’s Kind, passiert in unserem Leben derzeit relativ wenig. Markus schuftet sich zu Tode und ist im Dauerstress. Ich mache mir ehrlich gesagt direkt ein wenig Sorgen um ihn, denn ich denke, dass auch diese Magengeschichte, mit der er sich zur Zeit rumplagt, nicht ganz getrennt davon zu sehen ist. Man kann nur hoffen, dass mit dem Fest der Besinnung (Weihnachten) wieder ein wenig Ruhe in sein Leben tritt und auch ich nochmal Energie für die anstehende Geburt tanken kann.

Ein besseres Bild von der Aufführung gab es leider nicht. Aber wie gesagt, wie das Bild, so das Stück!

Ein besseres Bild von der Aufführung gab es leider nicht. Aber wie gesagt, wie das Bild, so das Stück!

Mir werden meine Kollegen sehr fehlen und ich kann mir im Moment kaum vorstellen, dass ich bald mindestens ein halbes Jahr zu Hause bleiben und keine Sau sehen soll. Gerade wo ich die Kollegen, die mit mir im Arbeitszimmer in der Schule sitzen alle so ins Herz geschlossen habe. Aber naja, da werd’ ich wohl öfter mal zu Besuch nach Bryne fahren :-) Letztens waren wir übrigens mit der gesamten Fremdsprachen- und Norwegisch/Gemeinschaftskundeabteilung in einem Theaterstück in Stavanger mit anschliessendem sozialen Abend bei einer Kollegin. Das Stück dauerte drei Stunden und war eher mässig, dafür wurde es danach aber umso schöner. Kaum zu fassen, dass hier die Schule das Essen für uns gesponsort hat! Naja, für Kultur muss ich in Zukunft wohl allein sorgen…

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…hat mir ein Schüler gestern beschert. Also lustig und lustig, das ist ganz Ansichtssache. Aber ich fand es irgendwie amüsant.

Ich hab grad keine Bilder, der Compi spinnt.

Ich hab grad keine Bilder, der Compi spinnt.

Bekomme ich doch gestern von einem meiner Schüler, von dem ich Klassenlehrerin bin eine Mail, in der er sich entschuldigt,

1. wegen Krankheit nicht in der Schule gewesen zu sein

und

2. erst abends eine Mail deswegen zu schreiben.

Dazu müsst ihr wissen, dass die Schüler eigentlich die Pflicht haben, vor 8 Uhr morgens dem Klassen- und eventuell auch dem Fachlehrer per Mail oder Telefon Bescheid zu geben, dass sie krank sind und nicht in die Schule kommen. Hier kam die Nachricht wie gesagt erst am gleichen Abend.

Das Lustige daran ist, dass er die späte Meldung damit rechtfertigte, dass er den ganzen Tag kein Internet hatte (war wohl ausgefallen) und dass er auch erst antworten konnte, als er dann abends von Arbeit nach Hause kam (!!!). Ich hab’ gedacht, ich lese nicht richtig- sowas schreibt der mir doch tatsächlich in die E-mail!!! Derweile ist das echt ein smarter Typ, dem sowas eigentlich nicht passieren sollte.

Haha, ich wusste gar nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Irgendwie hatte ich echt keine Lust, ihm deswegen einen Eintrag zu verpassen, ich fand diesen naiven Verquatscher direkt schon wieder süss und für ihn, der oft ein wenig verpeilt wirkt auch sehr typisch. Auf der anderen Seite kann man sowas ja auch nicht ungeahndet lassen. Ich also eine Mail zurück geschrieben mit der Aussage, dass “wer gesund genug, um zu arbeiten, der auch ausreichend gesund, um in die Schule zu gehen”. Umgehend dann die sehr verständige Antwort: “Das Selbe hat der Sportlehrer auch gesagt.”

Hahahaha, nun lag ich vor Lachen echt am Boden. Ich weiss nicht, ob ihr das grad genauso lustig findet wie ich, vielleicht muss man den Herrn auch kennen, um sich über sowas zu amüsieren aber ich fand das irgendwie alles total niedlich und liebenswürdig und konnte ihm seinen faux-pas kaum übel nehmen. Er schrieb dann auch noch, dass es ihm wirklich nicht so gut gegangen wäre aber dass eben sein Chef (von seinem Nebenjob) dringend Leute gebraucht hätte, da die Schweinegrippe so um sich greifen würde und er keine Angestellten mehr hätte. Da musste er eben einspringen.Eigentlich ja löblich, so man will, nur sollte man sowas nicht unbedingt seinem Klassenlehrer auf die Nase binden. Abschliessend meinte er übrigens auch, dass er es verstehen würde, wenn er den Eintrag bekäme.

Ich mag meine Schüler!

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