Nun bin ich doch zu spät, sorry!!! Hier der angekündigte Artikel.

Die Reise begann im Flugzeug mit einem sehr sehr lieben kleinen Baby. Wir waren stolz auf unsere Maus, dass sie das so gut gemeistert hat.

Die Reise begann im Flugzeug mit einem sehr lieben kleinen Baby. Wir waren stolz auf unsere Maus, dass sie das so gut gemeistert hat.

2. “Urlaub” in der Heimat

Klüger als ich sind scheinbar einige. Zumindest bekam ich nach unserem “Urlaub” desöfteren zu hören, dass man sich schon gedacht habe, dass wir in den 2,5 Wochen mehr Stress als Erholung erleben würden. So ein bissel ahnte ich es ja sogar selbst, doch das was dann folgte, überstieg meine Befürchtungen bei Weitem.

Lilly kam nicht zum Schlafen in ihrem Kinderwagen. Genauso aufgeweckt und neugierig schaute sie die ganze Zeit raus, frei nach dem Motto "Ja nichts verpassen". Das wuchs sich dann aber schnell zu einem veritablen Schlafproblem aus.

Lilly kam nicht zum Schlafen in ihrem Kinderwagen. Genauso aufgeweckt und neugierig schaute sie die ganze Zeit raus, frei nach dem Motto "Ja nichts verpassen". Das wuchs sich dann aber schnell zu einem veritablen Schlafproblem aus.

Also ich habe einige Dinge gelernt von diesem Deutschlandbesuch:

1. Schreibe keine Rundmail mehr, in der du dich ankündigst und dazu aufrufst, sich umgehend bei dir zu melden.

2. Versprich nichts, was du nicht auch halten kannst.

3. Verschätz dich nicht ständig mit der Zeit.

4. BEDENKE, DASS DU JETZT EIN KIND HAST, DAS SEINEN GANZ EIGENEN RHYTHMUS HAT.

 Uli war die Erste, die wir trafen, denn sie konnte nur an dem einen Tag und nur zu einer bestimmten Zeit. Sie brachte auch noch eine Freundin, Babett, mit, die auch gerade einen zuckersüssen Jungen bekommen hatte. Voll der Muttitalk, wie ihr euch denken könnt. Arme Uli.

Uli war die Erste, die wir trafen, denn sie konnte nur an dem einen Tag und nur zu einer bestimmten Zeit. Sie brachte auch noch eine Freundin, Babett, mit, die ebenfalls gerade einen zuckersüssen Jungen bekommen hatte. Voll der Muttitalk, wie ihr euch denken könnt. Arme Uli.

Letztere Maxime hat uns dann nämlich zu guterletzt gänzlich das Genick gebrochen oder uns (im Nachhinein betrachtet) das Leben gerettet. Wir waren so fertig am Ende dieser drei Wochen, das könnt ihr euch nicht vorstellen!!! Zunächst sind wir alle schön nacheinander krank geworden, dann fühlten wir uns extrem gestresst von allem, was wir machen und allen, die wir sehen wollten und letztendlich hat die Maus nicht mehr gekackt, nicht mehr geschlafen und war ständig weinerlich. Das war dann der Zeitpunkt für uns, die Notbremse zu ziehen. Wir haben alle Dates abgesagt, nur noch das Wichtigste erledigt und versucht, ein paar ruhige Tage mit der Maus zu verbringen. Das Ganze war einfach zuviel Stress für das arme Kind. Jeden Tag fremde Leute treffen, eine neue Umgebung, ständig in einem anderen Bett übernachten, durch die Gegend kutschiert werden- das geht einfach nicht spurlos an einem vier Monate alten Baby vorrüber. Armes kleines Ding, sie tat mir so leid.

Die Oma mit der Maus. Beide Grosseltern haben einen richtigen Narren an der Maus gefressen und sind total lieb mit ihr.

Die Oma mit der Maus. Beide Grosselternpaare haben einen richtigen Narren an der Maus gefressen und gehen total lieb mit ihr um.

Es hat sich eben vieles geändert, seit wir Eltern sind. Um 20 Uhr geht die Maus ins Bett, d.h., dass wir uns quasi nur bis dahin mit jemandem treffen können. Die meisten Leute arbeiten aber und haben ohnehin erst ab um 4 Zeit. Also da auch wieder ein Dilemma. Dann wollten ALLE das Kind sehen, von Onkel bis Uropa- wie schaffen? Ich muss ja überall und immer mit dabei sein, denn die Milchbar ist für Lilly immernoch 24h lang geöffnet. Früher konnten Markus und ich uns im Urlaub auch mal trennen: er sah “seine” Freunde, ich “meine”. Heute kann davon keine Rede mehr sein. Da wo Lilly ist, bin auch ich. Und da das Kind grad alle sehen wollen, müssen plötzlich doppelt so viele Leute mit in den Zeitplan integriert werden. Ach naja, ich will ja gar nicht meckern. Ich will mich viel eher bei denen entschuldigen, die wir nun doch nicht sehen konnten, obwohl wir es uns so fest vorgenommen hatten. Glaubt mir, ich finde es selbst traurig aber am Wichtigsten ist jetzt nunmal unser Kind und wir müssen aufpassen, dass es Lilly gut geht.

Die stolzen Grosseltern.

Die stolzen Grosseltern.

Ein paar Leute haben wir aber getroffen: unter Anderem Oma und Opa natürlich, Onkel und Tante der Maus, Freunde wie Berna (habe endlich mal den kleinen Matej in echt gesehen,  voll süss!), Robert und Marie (die übrigens Zwillinge bekommen, juhu!!!), Steffi und die Kleinfamilie (zuckersüss, siehe Foto), Antje und den “Oberarzt” oder Grit, Jens und Simone zur Grandprix-Party. Die war sowieso der Renner. Der Gewinner des 3.Platzes (Rumänien) wohnt übrigens bei uns in der Strasse, hört hört!

Lilly und Henry auf dessen Spielteppich. Henry ist der Sohn von Steffi und Lajos und auch gerade mal um die 3 Monate älter als unsere Maus.

Lilly und Henry auf dessen Spielteppich. Henry ist der Sohn von Steffi und Lajos und um die 3 Monate älter als unsere Maus.

Naja, jedenfalls hab ich mich am Ende trotzdem wieder total auf Norwegen gefreut. Ruhe, gewohnte Umgebung, weniger Krach und Stress und nicht ständig leidende und miesgelaunte Gesichter, wenn man auf der Strasse entlang geht. Ihr glaubt gar nicht, wie mir das diesmal aufgefallen ist, ich war richtig erschrocken! Die Leute in Leipzig ziehen ja alle eine Fleppe, das ist kaum auszuhalten!!! Kein Lächeln, alle sind mit sich beschäftigt, verbiestert. Ihr kriegt das vielleicht gar nicht so richtig mit, aber für Menschen, die woanders wohnen, ist das wirklich augenfallend! Auch wie kinderfeindlich Deutschland ist! Mit Kinderwagen ist eine Frau in Norwegen praktisch heilig: will sie irgendwo über die Strasse, wird sofort angehalten, da muss nichtmal ein Fussgängerüberweg da sein. In Deutschland hingegen bedeutet der Kinderwagen, dass man ein Handicap hat: man ist nämlich nicht so schnell wie der Andere und hat ausserdem Angst um sein Kind. Und das wird an einer Kreuzung gnadenlos ausgenutzt. Die schiebende Mutter ist prinzipiell die Letzte, die die Strasse überquert. Ist denn das noch normal?! Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal fast mehr als Markus auf Norwegen freuen könnte…

Für Linda blieb leider auch nicht viel Zeit, derweile hatten wir uns da echt drauf gefreut.

Für Linda blieb leider auch nicht viel Zeit, derweile hatten wir uns da echt drauf gefreut.

Nun sind wir wieder zu Hause und ich muss sagen, dass ich die Ruhe extrem geniesse. Der Maus geht es von Tag zu Tag besser, das kann man richtig beobachten. Beweis davon ist schon nur, dass ich ihr heut schon zweimal was anderes anziehen musste, weil sich die Strumpfhose aus sehr kuriosen Umständen verfärbt hatte… ;-) Ausserdem haben wir gerade mal wieder Besuch: Lukas und Rita sind eigens aus der Schweiz angeflogen gekommen, um uns zu besuchen. Gut, dass die zwei so entspannt sind- was anderes wäre glaub’ ich grad erstmal nicht gegangen :-)

Auch ein voll süsses Bild von unserer Nichte und Lilly. Nele ist ungefähr 3,5 Jahre alt. Lilly 4,5 Monate :-) Die beiden werden bestimmt mal Freundinnen.

Auch ein voll süsses Bild von unserer Nichte und Lilly. Nele ist ungefähr 3,5 Jahre alt. Lilly 4,5 Monate :-) Die beiden werden bestimmt mal Freundinnen.

Also nochmal an euch da draussen, die wir nicht gesehen haben bei unserem Heimatbesuch: Bitte bitte nicht böse sein, das war nicht böswillig und wir hoffen, dass es vielleicht das nächste Mal klappt!!!

(19 Kommentare)

Oh, ihr habt mir gefehlt – und das meine ich ernst! Der letzte Eintrag ist nun schon wieder einen glatten Monat her, ich habe wie ihr vielleicht  gesehen habt,  mehrere Aufforderungen zum Bloggen bekommen und es ist unheimlich viel passiert in der letzten Zeit.

Vater und Tochter. Da kann ich nicht mithalten ;-)

Vater und Tochter. Da kann ich nicht mithalten ;-)

Inhaltsverzeichnismässig werde ich deshalb hier aufführen:

1. Besuch von den Schnuffis – gemeint sind hierbei Anna, Micha und Jonas sowie Susen und Meo. Das liebste Antje-Schnuffi hat uns leider nicht mit ihrer Anwesenheit beglückt, deshalb kann man das Ganze eigentlich auch gar nicht richtig “Schnuffi-Besuch” nennen. Aber lest selbst.

2. “Urlaub” in der Heimat – warum ich “Urlaub” in Anführungszeichen schreibe, könnt ihr hier genauer erfahren, wenn ihr es euch nicht schon selbst zusammenreimen könnt…

3. Ein neuer Job für mich – oh ja, das wisst ihr garantiert noch nicht, wenn ihr nicht grad Mutti, Vati, Radditz oder Steffi heisst ;-)

4. Diverse Neuanschaffungen, wie z.B. die eines Fahrradanhängers, um’s Lillysche zu chauffieren :-)

Im Tragetuch gefällt's Lilly irgendwie nicht und ich find's umständlich und rückenfeindlich. In Leipzig habe ich mir deshalb jetzt eine Manduca geholt. Das ist eine Tragehilfe, bei der das Gewicht des Kindes auf den Hüften liegt. Unglaublich entspannend und mittlerweile liebt Lilly das Ding. Sehr zu empfehlen!

Im Tragetuch gefällt's Lilly irgendwie nicht und ich find's umständlich und rückenfeindlich. In Leipzig habe ich mir deshalb jetzt eine Manduca geholt. Das ist eine Tragehilfe, bei der das Gewicht des Kindes auf den Hüften liegt. Unglaublich entspannend und mittlerweile liebt Lilly das Ding. Sehr zu empfehlen!

Das sollte an Themen wohl erstmal reichen. Ihr könnt jetzt praktisch filtern, was ihr lesen wollt, schliesslich ist mein Blog benutzerfreundlich organisiert. Damit ihr nicht überfordert werdet, habe ich mich entschlossen, aller zwei Tage einen neuen Blogeintrag zum jeweiligen Thema zu veröffentlichen, bis alle 4 Punkte abgehakt sind. Heute also erstmal mehr zum Thema:

1. Besuch von den Schnuffis

Die Schnuffis, das sind (für die, die sie noch nicht kennen) meine Mädels aus der Schule. Also aus dem Goerdeler-Gymnasium, da wo ich damals Abi gemacht hab. Ziemlich schnell haben wir in der Schulzeit zueinander gefunden und uns seitdem nicht mehr aus den Augen verloren.

Das sind die Schnuffis, wie sie leiben und leben. Schade, dass Antje fehlt. Hier auf dem Hochhaus in Bryne, Markus' Arbeitsplatz.

Das sind die Schnuffis, wie sie leiben und leben. Schade, dass Antje fehlt. Hier auf dem Hochhaus in Bryne, Markus' Arbeitsplatz.

Am Anfang waren wir zugegeben zu fünft: Anna, Antje, Susen, ich und Tröbi. Zu letzterer ist der Kontakt jedoch leider irgendwann eingeschlafen, sodass wir nunmehr zu viert unsere berüchtigten Schnuffitreffen bei irgendeinem Chinesen oder Mc Donald’s der Stadt abhalten mussten. Obwohl Susen in Berlin, ich in Norwegen und die anderen zwei in Leipzig wohnen, kriegen wir es doch immer hin, uns alle zusammen zu treffen, wenn Markus und ich mal wieder den Besuch in die Heimat antreten. Diesmal aber haben wir das Ganze nach Norwegen verschoben, denn da konnte sogar der ganze Anhang mit, welcher bei Anna eben Micha und Jonas heisst und bei Susen Mario, genannt “Meo”.

Von links nach rechts: Ich mit Lilly, Meo, Micha mit Jonas und Anna. Leider fehlt der Fotograf.

Von links nach rechts: Ich mit Lilly, Meo, Micha mit Jonas, Anna und Susen. Leider fehlt der Fotograf.

Während Susen und Meo uns schon vor 2 (oder doch 3?!?) Jahren schonmal besucht hatten, war Norwegen eine Art Premiere für Anna. Und der liebe Gott meinte es gut mit ihnen: das Wetter war super und das fast die ganze Woche über, die sie hier waren. Norwegen zeigte sich von seiner schönsten Seite. Da wir für soviele Leute jedoch keinen Platz haben, haben sich die fünf ein sehr hübsches, kleines Ferienhaus in der Umgebung gesucht. Auf diese Art und Weise haben wir uns täglich gesehen und verbrachten entspannte 10 Tage miteinander. Es wurde viel gewandert (ich war nicht mit), gequatscht (ich war natürlich mit!) und mit den Kindern gespielt. Anna und Micha haben auch erstmal mein Repertoire an deutschen Kinderliedern ein wenig aufgefrischt, sodass ich jetzt selbst immer freudig in “Grün, ja grün sind alle meine Kleider” oder “Jetzt fahren wir über’n See, über’n See” einstimme.

Markus mit Lilly und Jonas auf dem Schoss. Der hat es doch glatt geschafft, dass die beiden bestimmt eine Viertelstunde bei ihm sitzen geblieben sind, ohne zu mucken. Wow.

Markus mit Lilly und Jonas auf dem Schoss. Der hat es doch glatt geschafft, dass die beiden bestimmt eine Viertelstunde bei ihm sitzen geblieben sind, ohne zu mucken. Wow.

Singen findet Lilly nämlich spitze…und Jonas scheinbar auch. Wenn der einmal angefangen hatte zu schreien, dann war kein Halten mehr: da konnte ihn allerhöchstens ein Liedchen wieder besänftigen, egal ob schief und mit falschem Text gesungen. Schön war’s jedenfalls und zusammen bestiegen wir mit den fünfen am 23.Juni den Flieger gen Süden, also Deutschland. Was wir dort erlebt haben, gibt es dann wie gesagt in zwei Tagen zu lesen, sprich am Sonntag. Bis dahin macht’s mal Atsche.

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