Seit gestern bin ich wieder in Norwegen nach einer Woche Urlaub in der deutschen Heimat. Und obwohl ich allein mit der Chli in Leipzig war und das als ziemlich anstrengend empfand, habe ich paradoxer Weise lange keine so entspannte Zeit mehr zu Hause bei meinen Eltern gehabt.

Mit Lilly waren wir in der Spiegelausstellung...

Das lag zum Einen daran, dass ich alle meine Verabredungen schon im Vorhinein per Email abgemacht hatte (und ich kann sagen, es waren derer nicht viele!) und kam zum Anderen auch daher, dass ich sehr viel Zeit zusammen mit meiner Familie eingeplant hatte. Morgens schliefen die Maus und ich daher in der Regel lange (ihr Rekord war von 17.45 Uhr am Vortag bis 09:30 am nächsten Morgen!), brachen dann irgendwann nach dem Mittagessen mal zum Freundebesuch auf und kehrten meistens gegen 17/18Uhr nach Hause zurück, damit Lilly auch pünktlich gegen 18.00 ins Bett konnte. Das heisst im Klartext, dass keine abendlichen Ausgänge für die Frau Mama drin waren und obwohl ich dies zuweilen etwas bedauerte, merkte ich doch, dass die Ruhe sehr zur Entspannung meinerselbst beitrug.

Nein, so sehen wir nicht aus!

Anstrengend war das Ganze eben in erster Linie nur, weil Lilly ein kleiner Wildfang ist, der besonders zu Anfang unseres Heimatbesuches niemanden anderen als Mama in ihrer unmittelbaren Nähe akzeptierte. Da war es ein Problem, wenn ich auch nur mal auf’s Klo musste, denn das zog unweigerlich ziemlich penetrantes Geschrei Gebrüll nach sich.

Da half auch nicht, dass Oma und Opa, die ganz verrückt nach der Maus sind aufopferungsvoll die Ohren verschlossen und trotzdem mit ihr spielten. Lilly war einfach durch nichts zu trösten und hatte nach jeder noch so kurzen Abwesenheit meinerseits ein rotes, verheultes Gesicht, auf dem die Tränchen nur so kullerten und einen bemitleidenswerten Eindruck erweckten.

Baden in der Dusche meiner Eltern. Die Chli war selig vor Glück :-)

Gott sei Dank gab sich dieser Missstand jedoch nach einigen Tagen, sodass mein Aufenthalt in der Heimat doch noch zur Entspannung führen konnte. Gerade mit meiner Mama hatte die Chli einen richtig guten Draht und strahlte jedes Mal, wenn die Omi zur Tür rein kam. Immer öfter liess sie sich von ihr auf den Arm nehmen und manchmal sogar beschmusen. Ausserdem hatten meine Eltern Unmengen von Spielzeug und Kinderbüchern herbeigeschafft, mit denen die Maus ausgiebig spielte. Ein kleiner runder Ikea-Fussball wurde somit zur abendfüllenden Unterhaltung und Work-out der Maus. Einfach super!

Aber auch Markus’ Familie haben wir besucht! Oma Hanne hatte nämlich Geburtstag und lud zum Fest nach Wurzen. Schön war, dass Oma Hanne und Opa Günter erst vor zwei Wochen 10 Tage zu Besuch bei uns in Norwegen waren, sodass sie Lilly bereits ausführlich gesehen hatten. Ansonsten wäre es sicherlich schwieriger gewesen, die Zeit mit der kleinen Maus gerechter auf die beiden Grosselternpaare zu verteilen. Ja ihr seht, über sowas muss man sich wirklich Gedanken machen, wenn man weit weg wohnt und nur so selten zu Besuch kommt.  Deswegen arten ja die Heimatbesuche so oft in Stress aus, denn man möchte es schliesslich allen (inklusive sich selbst) recht machen. Schön war es jedenfalls auch wieder in Wurzen und obwohl ich eigentlich das erste Mal allein dort war, ohne Markus, fühlte ich mich wie zu Hause und wie immer eben :-)

Insgesamt war es also superschön in der Heimat zu sein und ich wäre gern noch länger geblieben. Lilly ging es auch richtig gut und ich glaube, dass sie es sehr genoss, immer im Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit zu stehen und endlich mal wieder beide Omas und Opas um sich zu haben. Es tut mir immer so leid, dass wir das der Maus nicht mehr bieten können. Ich wünschte mir so sehr einen Oma- und Opa-Tag, wie es viele Leute haben. Das wäre nicht nur für Lilly toll, sondern auch für uns eine grosse Entlastung. In Norwegen sind wir eben doch immer auf uns allein gestellt und können das Kind nichtmal schnell irgendwo “abgeben”. Als letztens Markus’ Eltern zu Besuch da waren, waren Markus und ich seit über einem Jahr mal wieder zusammen im Kino!!! Ich hoffe, dass ihr, die ihr über dieses Oma/Opa-Glück verfügt, euch dessen auch bewusst seid!

Diesen Spiegel mochten wir besonders...

Es gäbe noch viel zu erzählen aber ich habe leider kaum Fotos gemacht in Deutschland (ausser die paar hier mit dem Handy) und so kann ich meinen Beitrag nur sehr spärlich ausstaffieren. Daher beende ich ihn lieber jetzt und vertröste euch auf in ein paar Tage, wenn ich wieder hier schreibe… .

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