kritik ist der norwegische schüler nicht gewöhnt. man darf nur loben. jede negativkritik, die öffentlich geschieht wird übel genommen und es wird sich über den lehrer beschwert. ich finde, dass kinder durch so eine erziehung nicht lernen kritikfähig zu sein. ein lehrer muss nunmal struktur vorgeben- das brauchen junge menschen. das brauchten wir doch alle, oder? wolltet ihr damals erst lange diskutieren, ob und wie manche sachen gemacht werden? es ist manchmal wichtig, dass einfach jemand da ist, der sagt “so, und jetzt machst du das so”. nicht dass ihr mich falsch versteht, ich bin durchaus dafür, auch auf den schüler einzugehen und seine wünsche und äusserungen zu berücksichtigen, doch hat man in norwegen manchmal das gefühl, dass die prinzipien der freiheit und persönlichkeitsentwicklung in einem zu extremen masse betrieben werden. zumindest ist das mein standpunkt. ihr könnt ja mal euren schreiben, wenn ihr einen habt ;-) und bitte führt nicht die pisa-studie an. da haben die norweger im gegensatz zu finnland z.b. total abgelost. in manchen kategorien kam norwegen wohl sogar noch hinter deutschland und befand sich größtenteils im mittelteil. also dieses vielgelobte skandinavische bildungssystem bezieht sich zuallererst auf schweden und finnland. was meine thesen untermauern könnte… ;-)

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da kirsten in allen diesen bildungstechnischen dingen einer meinung mit mir war (und sich selbst dabei als altmodisch bezeichnete), fühlte ich mich nicht mehr ganz so allein auf dieser welt ;-) und komischerweise bin ich auch heute wieder mit einem viel besseren gefühl in den unterricht gegangen; ich war selbstsicherer und siehe da, es ist gut gelaufen. ich sehe also wieder land und bin froh, dass ich im herbst einen neuanfang an der bryne-schule haben werde, wo ich mein gesamtes bis dahin erlerntes wissen anwenden kann.

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