Honningfellen
Unni Lindell
Honningfellen

norwegisch,
351 Seiten,
Aschehoug,
kr 99,-,

Ich hätte nicht gedacht, dass es mir tatsächlich so gehen würde aber ich komme mit dem Rezensieren gar nicht hinterher. Ich bin auch mit dem norwegischen Krimi schon seit 2 Tagen fertig und das nächste Buch werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht mehr lange lesen. Das ist allerdings vor allem seiner Qualität geschuldet. Dazu aber an anderer Stelle mehr…

So, deshalb nun zum Krimi, “Honningfellen”, zu deutsch “Die Honigfalle”.

Eigentlich hatte ich das Buch eher aus Verlegenheit gekauft, wenn auch nicht vollkommen unbeabsichtigt. Ich hatte schon einmal einen Krimi von Unni Lindell gelesen, den ich ziemlich gut fand. Als ich dann letztens mit dem Zug nach Sandnes fahren musste, weil ich dort Markus von der Arbeit abholen wollte und ich immer was zu tun haben muss im Zug, hab ich mir am Kiosk noch schnell das Buch gekauft. Naja, aus dem Lesen im Zug wurde dann doch nichts, da ich ungefähr zwei Minuten nach dem Bücherkauf eine Kollegin traf, mit der ich den ganzen Weg über geschwatzt habe. So ist das eben in Norwegen und vor allem in der Kleinstadt- man trifft echt immer irgend jemanden!

So, nun aber mal zum Eigentlichen. Im Buch laufen mehrere Handlungsstränge nebeneinander her. Zum Einen ist da das Verschwinden eines kleinen Jungen, der wenig später kurz aufgefunden wird und andererseits ein Mord an einer jungen Osteuropäerin. Augenscheinlich haben beide Straftaten nichts miteinander zu tun, doch schon bald erkennt Komissar Cato Isaksen Parallelen zwischen den Delikten. Zusammen mit seinem Team und einer neuen Kollegin, die er eigentlich so gar nicht verknusen kann, machen sie sich auf die Suche nach dem Mörder.

Man kann nicht sagen, dass das Buch komplett voraussehbar ist- das ist meines Erachtens sowieso immer der Tod bei Krimis- aber irgendwie erfolgt am Ende auch nicht gerade die große Überraschung…. und glaubt mir, ich bin nicht gerade ein Blitzmerker, was sowas angeht! Es ist auch ganz interessant zu sehen, wie die Handlungsstränge allmählich zusammen laufen aber irgendwie bleibt eben doch dieses fiebrige Lesen aus und der Drang danach endlich rauszukriegen, wer denn nun der Mörder ist.

Alles in Allem würde ich schon sagen, dass das Buch nicht schlecht ist aber ob ich es unbedingt weiterempfehlen würde, bleibt zu bezweifeln. Als Zuglektüre reicht es allemal und ist dem Schund, den ich gerade lese um Meilen voraus…

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