Jetzt aber bitte nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen ob der Überschrift, denn dass hier heute noch was in einer Geburt endet, glaube ich erst, wenn ich es erlebt habe.

Abgesehen von der Automisere (ich komme gleich dazu) war dieser Tag wesentlich schöner und entspannter als der letzte und darüber bin ich auch sehr froh. Das war ja gestern kaum auszuhalten! Heute habe ich mal wieder gebadet- zum Einen der Entspannung wegen und zum Anderen eben auch, um eventuell doch etwas in Gang zu bringen da unten. Zu meinem grossen Glück bin ich sowieso ein absoluter Heiss-Bader-und Duscher, sodass mir 40 Grad Wassertemperatur eher Freude als Qual verschaffen. Und kaum war ich aus der Wanne gestiegen, hatte ich auch schon ganz schönes Bauchgrummeln. Also keine Wehen, leider, denn die Schmerzen waren nicht regelmässig, sondern durchgängig aber zumindest habe ich ganz deutlich gemerkt, dass das Baden was bewirkt hat. Und das ist in meinem Fall ja schonmal viel wert ;-)

Danach hab’ ich gedacht, ich mach mir was leckeres zu essen, am Besten was mit Zimt, denn erstens steh’ ich da total drauf und zweitens gab’s das am Tag vor Lillys Geburt wie gesagt auch. Ich also ein paar Äpfel klein geschnitten, ein bissel Zimt und Wasser drüber und ab damit in den Ofen. Mhhhhh, saulecker!!! Wehentechnisch hat das zwar nichts gebracht aber zumindest hat es richtig gut geschmeckt und war ausserdem gesund und was gegen die fiesen Heisshungerattacken, die mich seit gut zwei Wochen täglich plagen. Aber das ist wohl ein anderes Thema :(

Naja, nun sitze ich hier und mir geht’s eigentlich ganz gut, auch wenn ich immernoch leichte Schmerzen merke. Dass die aber am Ende tatsächlich noch in Wehen umschlagen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Ich weiss noch, dass ich damals einige Tage vor Lillys Geburt mal irgendwas mit Zimt gegessen hatte und es mir danach hundeelend ging, so richtig fies mit Bauchkrämpfen und so. Gebracht hat es am Ende aber eben auch nichts, zumindest nichts was irgendwie muttermundwirksam war.

Aber das Schöne an solchen Hausmitteln ist ja, dass sie eigentlich keinen wirklichen Schaden anrichten können. Also im Schlimmsten (in diesem Fall “besten”) Falle, lösen sie eben Wehen aus. Und das wäre ja nur wünschenswert. Ansonsten bin ich noch nicht so verzweifelt, dass ich Rizinusöl schlucke oder tütenweise Lakritze in mich reinfresse (wie mir hier so oft empfohlen wird). Ich mache eben nur Sachen, die ich sowieso gern mache und die, wenn man dran glaubt, vielleicht einen Einfluss auf die Geburt haben. Aber klar, sollte ich noch eine Woche über die Zeit gehen, greife ich am Ende wahrscheinlich auch zu Rotwein, Nelkenöltampons und was es nicht noch alles gibt. Bis dahin versuche ich aber wirklich noch einigermassen entspannt zu bleiben und eine eventuelle Einleitung weit von mir zu schieben.

Ja, soweit alles ganz gut, wäre da eben nicht auch unser Transportproblem. Die schlechte Nachricht: die blöde Karre steht immer noch in der Werkstatt. Die gute: Markus hat für diese Nacht ein Leihauto gemietet. Es ist eben alles komplizierter als befürchtet, wie immer, wenn man einen Ford Mondeo hat (grrrr…). In unserer ortsansässigen Werkstatt, in die wir grosses Vertrauen haben, wurden die Fehler ausgelesen. Der Eine konnte sofort behoben werden (für schlappe 900 Euro) und mit dem anderen schickten sie uns direkt in die Vertragswerksatt, da sie irgendwie nicht die richtige Ausrüstung zur Fehlerbeseitigung hatten. Markus also dahin (zumindest so weit konnte er fahren) und die haben dort auch eine Weile dran rumgedoktort, ohne am Ende allerdings zu einem schlüssigen Ergebnis zu kommen. Denn das Schlimme ist, nun haltet euch fest, dass genau dieser Fehler, der jetzt wieder angezeigt wird, uns schon vor ein paar Monaten über 5000 Euro Werkstattrechnung und unzählige Nerven gekostet hat!!! Ich könnte grad sowas von kotzen…

Ich will mich jetzt da nicht weiter rein vertiefen, dafür habe ich zu wenig Ahnung und dafür frustriert mich das Ganze auch viel zu sehr. Wenn wir Glück haben, ist das Alles “nur” ein Softwareproblem und kann morgen im Laufe des Tages behoben werden aber bei unserer derzeitigen “Glückssträhne” könnte es auch sehr gut passieren, dass uns eine Reparatur wieder soviel Geld wie letztes Mal kostet und dann müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, uns ein neues Auto zu kaufen. Puh, daran will ich im Moment gar nicht denken, denn ich habe leider keine Geld-Druckmaschine im Haus.

Naja, dieser letzte Wermutstropfen hat mich heute die durch Vollbad und Apfeldessert frisch errungene Entspannung wieder ziemlich schnell vergessen lassen. Hoffen wir, dass sich morgen alles zum Guten wendet bzw. gewendet hat, denn ich glaube, wäre Mini erstmal auf der Welt, wäre der ganze Rest total unwichtig ;-)

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