Ihr seht schon, die Pünktlichkeit von seiner grossen Schwester hat Mini scheinbar nicht geerbt :( Den ganzen Tag haben wir auf ein Zeichen gewartet aber ausser mit vielen Tritten, Schluckaufs und durch-den-Bauch-Geschiebe hat sich das Mäuschen leider nicht gemeldet.

Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich heute nicht ganz so entspannt war wie die beiden letzten Tage, was ich mir allerdings selbst zu verdanken habe.

Nach dem Frühstück habe ich die Chli in den Kindergarten gebracht und bin dann erstmal wieder nach Hause, wo ich mich bestimmt zwei Stunden auf dem Sofa niedergelassen und überlegt habe, was ich denn nun mit diesem wundervollen Tag anstellen solle. Denn hier war traumhaftes Wetter, kann ich euch sagen. In meinem Elan und voller Energie beschloss ich (in Absprache mit dem Duracell-Häschen), dass wir doch ganz spontan die Nachbarn zum Essen einladen könnten. Ich hatte ja Zeit und die kann man für’s Kochen schon gern nochmal aufbringen, wenn man weiss, dass es in den nächsten Wochen in dieser Hinsicht eher eng aussehen wird. Zu unserer Freude sagte unsere eigentlich immer sehr beschäftigte “Ersatzfamilie” sofort zu, womit für mich die Tagesplanung entschieden war.

Na und weil draussen die Sonne schien, beschloss ich dann doch erstmal raus zu gehen, spazieren. Da allerdings mein schlimmster Albtraum derzeit ist, dass die Fruchtblase mitten auf der Hauptstrasse in Bryne platzen könnte (was sehr sehr unwahrscheinlich ist aber doch passieren kann), traute ich mich nicht, den gewohnten Weg ins Städtchen anzutreten, sondern ging einmal runter Richtung Kirche und zurück, was mir auch alles in Allem eine gute Stunde Spaziergang einbrachte.

Auf dem Heimweg war ich dann noch einkaufen und hatte zwei wirklich schwere Tüten nach Hause zu tragen (ist ja jetzt am Tag des Entbindungstermins quasi erlaubt), denn wir wollten gefüllte Crêpes machen, was ziemlich viele Zutaten erfordert. Völlig erschöpft kam ich irgendwann auch mit langen Armen hier an und konnte nur noch eines: schlafen.

Tja, das tat ich dann auch, mit dem Ergebnis, dass ich 1,5h durchschlief (und noch länger liegen geblieben wäre, wäre es möglich gewesen). Allerdings auch mit der Folge, dass ich plötzlich ganz schönen Kochstress hatte, denn die Nachbarn waren für 16.30 Uhr eingeladen. Puhhh, da war er eben wirklich gleich da, der Stress. Natürlich war nichts fertig, als die 4 kamen aber da man sich mit denen immer viel zu erzählen hat und Lilly schön mit den Kindern spielte, war das alles kein Beinbruch. Ich denke nur, dass alle ganz schön Knast hatten und am Liebsten gleich losgelegt hätten… ;-)

Naja, nun sind sie wieder weg, wir haben Lilly ins Bett gebracht (die selbst komplett überdreht war), ich habe noch schnell hier aufgeräumt, während Markus noch was arbeiten musste und jetzt erst komme ich dazu, meinen Blog zu aktualisieren und euch Entwarnung zu geben.

Einerseits ist es schon eine tolle Zeit, wenn man zu jeder Tages- und Nachtzeit hoffen kann, dass es losgeht, denn hier bewahrheitet es sich mal wieder: Vorfreude ist die schönste Freude. Andererseits bin ich eben auch so schrecklich ungeduldig und kann es kaum erwarten, Mini endlich in den Armen zu halten. Es ist ein zweischneidiges Schwert aber ich habe beschlossen, mich erstmal auch darüber zu freuen, dass ich noch schwanger bin. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist das für mich ein grosses Geschenk im Leben (wenn nicht das grösste überhaupt, das man bekommen kann) und in nur wenigen Monaten werde ich mich höchstwahrscheinlich wieder nach dem dicken Bauch sehnen, zumal es mir ja auch körperlich total gut geht. Also nehmen wir es wie’s kommt und wissen ja: in spätestens zwei Wochen ist Mini da, daran ist nicht zu rütteln. Und was sind schon zwei Wochen? :-)

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