die neunten, die ich anschließend hatte waren (obwohl nur 8 mann) deutlich weniger motiviert und schwerer zu hendeln, als die truppe davor aber auch in dieser klasse hat das unterrichten viel spaß gemacht. jedoch habe ich dort den unterricht größtenteils auf norwegisch bestreiten müssen, denn sie haben erst seit einem jahr deutsch und sprechen noch nicht so viel. und ich merke, dass ich auf diese art und weise auch gut die sprache lerne, denn die kinder nehmen kein blatt vor den mund und geben sich keine besondere mühe, mit mir deutlich zu reden. daher muss ich mich eben den gegebenheiten anpassen. welcome to reality. mit einer einzigen schülerin habe ich mich heute anlegen müssen- eine junge australierin, deren mutter norwegerin ist und wieder zurück nach norwegen gezogen ist. die kleine ist sehr negativ eingestellt, erzählt die ganze zeit, sie würde kein deutsch können und baut sich selbst barrieren. als ich sie heute mehrfach zum lesen aufforderte und sie es nichtmal versuchen wollte, platzte mir dann doch der kragen. ich wollte ihr am liebsten sagen, dass wir hier nicht bei “wünsch dir was” sind aber aufgrund meines unzureichenden norwegisch und der mangelnden kenntnisse der kleinen davon, wie es in unserer fernsehlandschaft aussieht, habe ich mir das dann lieber verkniffen. sie ging jedenfalls ziemlich missgestimmt aus dem zimmer, was meiner begeisterung für den rest des tages keinen abbruch tun konnte.

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