Heute mal ein Teil aus der Serie “Das bewegte Leben der Chli”:

Und zwar ist Lilly einfach die grösste Badenixe weit und breit und ich glaube wirklich, dass es für sie fast nichts Schöneres auf der Welt gibt als eben zu baden. Als sie noch ganz klein war, haben wir das, was für viele ein abendliches Ritual ist, ziemlich selten praktiziert. Wir waren uns einig (und die Hebamme riet uns auch dazu), dass unser Kind nur einmal die Woche ins Wasser hüpfen soll, denn schliesslich wird so ein Säugling ja nicht wirklich dreckig und wir sind ausserdem der Meinung, dass tägliches Baden der Haut auch nicht gerade zuträglich sein kann. Selbst wenn man, so wie wir es bis heute tun, vollkommen auf Badezusätze verzichtet und nur ein paar Tropfen Öl ins Wasser giesst.

Als die Chli dann allerdings grösser wurde und in den Kindergarten kam, änderte sich das mit dem dreckig werden plötzlich. Also nicht, dass wir jetzt einen kleinen Dreckspatz im Kiga abholen müssen aber das draussen und im Sand spielen macht sich schon auch am Körper der kleinen Maus bemerkbar. Seitdem haben wir deshalb eingeführt, dass bei uns ungefähr dreimal pro Woche gebadet wird. Sehr zum Vergnügen von Lilly, die glaub’ ich ihr halbes Leben in der Badewanne verbringen könnte.

Das Baden ist für die gesamte Familie ein Riesenspass und eigentlich etwas, das wir immer alle drei (vier) gemeinsam machen. Nun, wir sitzen nicht mit der Maus in der Wanne, so einen Riesenpool haben wir nun auch wieder nicht aber Markus und ich amüsieren uns mindestens genauso sehr, wenn wir der Chli beim Baden zuschauen. Die hat, wie ihr auf den Bildern sehen könnt einen ganzen Plastetierzoo mit im Wasser, genauso wie aufziehbare Entchen, Frösche und Delphine. Vom Spass mit unseren Shampoo – und Badezusatz-Flaschen brauch’ ich gar nicht zu sprechen und die Sandkastenförmchen, die sie von unseren Schweizer Freunden einst geschenkt bekam, werden auch zweckentfremdet und sorgen für glückliches Glucksen bei unserer Süssen. Hach, es gibt nichts Schöneres als der Chli beim Baden zuzusehen!

Nur ach, wenn wir dann nach einigen Minuten das Ganze abbrechen müssen und die Maus aus der Wanne holen! Da wird geheult, geschrien, sich steif gemacht und mit allen Mittel dagegen gekämpft, dass Mama und Papa das freudige Treiben schon so bald beenden. Da tut sie uns aber auch immer leid, doch was soll man machen?! Wenn sogar ich schon “Oma-Finger” habe, obwohl ich meine Hände deutlich weniger unter Wasser hatte als die Maus, dann können wir doch die Kleine nicht noch mehr aufweichen! Nach einigen Minuten beruhigt sie sich dann zwar Gott sei Dank meistens, doch schmälert das Markus’ und meine Lust darauf sie zu baden natürlich ungemein. Daran müssen wir also vielleicht noch arbeiten, wenn auch die Freude an der gemeinsamen Zeit deutlich überwiegt :-)

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