Wie schön ist es, Sonntag abend auf der Couch zu sitzen mit dem Bewusstsein, am Wochenende fast nur nützliche und entspannende Dinge getan zu haben! Aufgestanden bin ich sowohl gestern, als auch heute jeweils um dreiviertel elf, gelesen habe ich leider gar nicht, dafür aber super gefrühstückt mit norwegischem Braunkäse und neuem Käsehobel.

Ich finde es immer wieder schön, wie Markus sich noch über die kleinen Dinge des Lebens freuen kann. Dazu gehören zum Beispiel ein neuer Käsehobel und ein Deckel für den Braunkäse, damit dieser nicht ranzig wird. Das musste ich einfach fotografieren. SÜSS!!!

Ich finde es immer wieder schön, wie Markus sich noch über die kleinen Dinge des Lebens freuen kann. Dazu gehören zum Beispiel ein neuer Käsehobel und ein Deckel für den Braunkäse, damit dieser nicht ranzig wird. Das musste ich einfach fotografieren. SÜSS!!!

Nach dem ausgewogenen Frühstück haben Markus und ich uns dann gestern früh in die Spur gemacht und so einige Sachen gekauft, die wir schon seit Langem brauchten (darunter fielen übrigens auch Käsehobel samt Deckel) :-) Nach einer neuen Schraube für meine Brille- der Bügel war mal wieder abgefallen- ergatterten wir ein paar um 70% gesenkte Staudenpflanzen für den Garten, ein Geschenk für eine Freundin, die vor ein paar Tagen ihr viertes (!!!) Kind geboren hat und- und das ist eindeutig das Beste- Feuerbesteck für unseren Ofen! Haha, ihr lest richtig, wir haben nämlich einen neuen Ofen bekommen!

Wem von euch macht dieser geniale neue Ofen nicht Lust darauf, uns noch diesen Winter besuchen zu kommen?!? :-) Es ist soooo saugemütlich!!!

Wem von euch macht dieser geniale neue Ofen nicht Lust darauf, uns noch diesen Winter besuchen zu kommen?!? :-) Es ist soooo saugemütlich!!!

Ein ganz schönes Unternehmen, soviel sei euch versichert; schliesslich wiegt das Ding etliche Kilos und ein Loch muss auch in die Wand gekloppt werden. Das ist etwas, was wir uns nicht allein zutrauten. Deshalb haben wir eine Firma damit beauftragt. Die Rechnung dazu möchte ich lieber nicht sehen, denn die Handwerker waren schon einige Stunden in unserem Haus beschäftigt. Doch finden wir, hat sich das Ergebnis gelohnt. Ich muss aber auch nochmal unterstreichen, dass ich extremes Glück habe, dass Markus so handwerklich begabt ist und vor Allem auch die Energie aufbringt, sich dermassen im Haus zu engagieren. Was der in den letzten Monaten hier alles gebaut, repariert und gemalert hat, ist für mich, die ich ja seit Wochen schon das Leben einer Amöbe führe, sehr beeindruckend. Innerhalb von zwei Tagen war hier alles fix und fertig. Der Ofen stand, die Wand war dreimal neu gestrichen, die Deckenleiste erneuert und der Fussboden blitzte, wie als wäre nie was passiert. Bei soviel Energie des Partners kriegt man bei soviel Müssiggang meinerseits manchmal richtig ein schlechtes Gewissen, kann ich euch sagen ;-)

Strahlender Sonnenschein begleitete uns heute bei unserem Spaziergang.

Strahlender Sonnenschein begleitete uns heute bei unserem Spaziergang.

Den Sonntag haben wir dann heute aber beide relaxend verbracht. Ich denke, dass Markus das auch mal brauchte. Zwar wollte er eigentlich Fenster putzen – was er mir gestern schon angedroht hatte- doch schien die Sonne dann so schön, dass wir  lieber in der Natur spazieren gehen wollten. Soooo oft ist das ja leider in Norwegen nicht, dass man sich bei Sonnenschein draussen aufhalten kann. Umso mehr genossen wir den kleinen Ausflug, der am Ende noch von einem Besuch in der “Lappenbude” (O-Ton Lajos, Steffis Mann) gekrönt wurde. In der Lappenbude kann man nämlich Lappen essen. Also da rede ich jetzt weniger von den Einwohnern Lapplands und auch nicht von alten Putzlappen, sondern eher von Teiglappen, die man zusammen mit Schmand und Erdbeermarmelade drauf verputzen kann. Ich bin eigentlich kein Lappen-Fan (im Gegensatz zu Markus, der sich in das Zeug reinlegen könnte), doch die in der “Lappenbude” sind nunmal wirklich spitze :-)

In der "Lappenbude" war's so voll, dass wir uns draussen einen Platz suchen mussten! Die Norgis lieben dieses Zeug einfach. Merke immer wieder, dass Markus in den drei Jahren schon wesentlich norwegischer geworden ist, als ich.

In der "Lappenbude" war's so voll, dass wir uns draussen einen Platz suchen mussten! Die Norgis lieben dieses Zeug einfach. Ich merke immer wieder, dass Markus in den drei Jahren schon wesentlich norwegischer geworden ist, als ich.

Tja, das war unser Wochenende. Nun ist es mittlerweile schon viertel 11 und mein Verstand sagt mir, dass ich mich bald ins Bett bewegen sollte. Besonders in Anbetracht meines Schlafrhythmus’. Doch habe ich morgen Gott sei Dank keinen Unterricht und kann die Woche einigermassen entspannt angehen. Das habe ich auch letzte Woche gemerkt: “Ta ting med ro”- die Dinge mit Ruhe angehen, hilft manchmal Wunder. Ich schlafe, wenn ich schlafen muss (vorausgesetzt die Kleine lässt mich, die ist nämlich ein ziemlich nachtaktives Hamsterchen) und ich versuche morgens so spät aufzustehen, wie es eben irgendwie geht. Glaubt es oder nicht: es hilft :-)

Bei einem unserer abendlichen Spaziergänge. Ach, könnte das Wetter doch immer so sein in Norwegen!

(Anja Dickbauch): Bei einem unserer abendlichen Spaziergänge. Ach, könnte das Wetter doch immer so sein in Norwegen!

Und hier noch eine musikalische Empfehlung: Am Freitag war ich mit einer ehemaligen Kollegin beim Konzert der Vokalgruppe “Pitsj“. Das sind 5 junge Frauen mit unglaublich tollen und glockenhellen Stimmen, welche auf norwegisch alte und neue Lieder singen. Sehr zu empfehlen!

So, nun ist endlich Wochenende und ich muss zugeben, dass ich mich diese Woche echt drauf gefreut habe. Trotzdem gingen die Tage sehr schnell vorüber und ich kann kaum glauben, dass morgen schon wieder Samstag ist. Mal sehen, was Markus und ich in den nächsten beiden Tagen so machen aber ich befürchte, dass auch diesmal das Wochenende hauptsächlich aus lesen und schlafen bestehen wird ;-)

Ein Bild nochmal für die Radditz, die werdenden Grosseltern und alle, die sich sonst noch mit uns freuen, dass der Bauch wächst :-) Wie kann man eigentlich stolz auf seinen Bauch sein?! :-) Ich bin es jedenfalls.

Ein Bild nochmal für die Radditz, die werdenden Grosseltern und alle, die sich sonst noch mit uns freuen, dass der Bauch wächst :-) Wie kann man eigentlich stolz auf seinen Bauch sein?! :-) Ich bin es jedenfalls.

Eine tolle Überraschung erhielt ich heute allerdings in der Post! Eine ehemalige Schülerin, die ich vor 2 Jahren in Französisch hatte, hat sich so sehr darüber gefreut, dass Markus und ich Nachwuchs erwarten, dass sie kurzerhand ein kleines Mützchen für’s Baby gestrickt und uns geschickt hat. Ich war voll gerührt! Und das nach zwei Jahren!  Ich habe wirklich die besten Schüler der Welt! Begleitet war das Mützchen von einer voll lieb beschrifteten Karte, in der sie uns alles Gute wünschte und versicherte, dass sie sofort ein neues stricken würe, wenn dieses der Kleinen nicht passen würde.

Wie ihr seht, ging Julia davon aus, dass es ein Junge wird. Aber wie sie schon meinte: Auch Mädchen können durchaus in blau gehen :-)

Wie ihr seht, ging Julia davon aus, dass es ein Junge wird. Aber wie sie schon meinte: Auch Mädchen können durchaus in blau gehen :-)

Meine Schüler meinen es schon gut mit mir :-) Auch dieses Jahr kann ich mich über meine Klassen nicht beschweren, auch wenn ich merke, dass mich der Unterricht wesentlich mehr anstrengt im Moment als vorher. Aber das ist bei meinem Schlafdefizit eigentlich auch kein Wunder. Und man sollte es nicht meinen: die Schüler nehmen Rücksicht auf Schwangere. Nachdem meine Kollegin und ich vor ein paar Tagen einen Sitzplan für die Klasse erstellt haben, in der ich Klassenlehrerin bin und dieser auf erheblichen Missmut stiess (kein Wunder!) traten diese Hanswürste doch tatsächlich in den Streik und verweigerten jegliche Mitarbeit am Unterricht! Jedoch nur bei meiner Kollegin. Auf ihre Frage, warum ich verschont bliebe, obwohl sie ja auf mich genauso stinksauer waren, antworteten sie, dass ich schliesslich schwanger sei und man das einer Schwangeren nicht zumuten könne. Da hab ich aber nicht schlecht gestaunt! Bei allem Unmut, den ich über ihre lauthalsen Proteste hatte, muss ich doch zugeben, dass ich es sehr süss finde, dass sie sich darüber überhaupt einen Kopf machen. Soviel Reife traut man ihnen manchmal gar nicht zu und ich muss sagen, dass sie mir seitdem noch mehr ans Herz gewachsen sind :-)

So, das war’ erstmal von mir. Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende, viel Entspannung und vielleicht auch ein wenig Action. Bei uns wird sich die “Action” wahrscheinlich auf einen Kinobesuch beschränken ;-) Naja, geniessen wir es, solange wir noch können!

Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht, ging es für Markus und mich gestern auf ins Krankenhaus nach Stavanger, um unser Kind der vielseits gefürchteten Feindiagnostikuntersuchung zu unterziehen. Hierbei sollte vor Allem in Erfahrung gebracht werden, ob alle Organe richtig ausgebildet sind oder ob das Baby eventuell mit Behinderungen zur Welt kommen würde.

Ich, beim Bloggen der schönen Nachrichten.

Ich, beim Bloggen der schönen Nachrichten.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie mir die Muffe ging! Besonders hatte ich Angst davor, dass Herz oder Gehirn nicht vollständig entwickelt sein könnten und wir daher unter Umständen vielleicht sogar dazu gezwungen werden würden, über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken zu müssen. Ihr haltet das sicher für übertrieben aber wartet nur, bis ihr selbst in der Lage seid, dann sind solche Gedanken einfach nicht abzuschütteln.

Gott sei Dank kann ich jedoch sofort Entwarnung geben. Wir erwarten ein scheinbar kerngesundes und mopsfideles Baby, das uns gestern auf dem Ultraschallbildschirm schon eine gehörige Vorstellung seiner Agilität geliefert hat :-) Es war richtig toll, das Kleine mal wieder zu sehen. Haha, “das Kleine” ist gut- mittlerweile ist es schon über 20 cm groß und dementsprechend war es auf dem Ultraschall auch kein Vergleich mehr zu dem, wie es vorher aussah. In Windeseile fuhr die Ärztin da über meinen Bauch und guckte sich in einer halben Stunde alle möglichen Organe an, von denen ich bestenfalls die Umrisse erkennen konnte. Ist schon Wahnsinn, dass man mit so einem Gerät direkt ins Gehirn oder ins Herz reinsehen kann! Sie murmelte dann beständig etwas von “ser fint ut” und “bra”, was soviel heißen soll, wie “sieht gut aus” oder “schön” und das erleichterte mich denn doch sehr :-)

Das Geschlecht nun endlich zu erfahren, war einfach nur toll :-)

Das Geschlecht nun endlich zu erfahren, war einfach nur toll :-)

Toll war vor allen Dingen auch, dass Markus nun auch endlich mal dabei sein und sein Kind “live” sehen konnte. Ganz im Gegenteil zu mir, die ich immer übermäßigen Redebedarf an den Tag lege, besonders dann wenn ich aufgeregt bin, verhielt sich Markus relativ still und beobachtete mit großer Aufmerksamkeit, was da so vor seiner Nase in meinem Bauch geschah. Und dann wurde uns auch schon mitgeteilt, was für einen Erdenbürger wir (naja, sagen wir lieber ich) im Januar da zur Welt bringen würde: wir bekommen ein Mädchen! Nicht dass ich mich nicht genauso über einen Jungen gefreut hätte aber damit, dass es tatsächlich ein Mädchen werden würde, hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Wahrscheinlich weil in unserem Bekanntenkreis derzeit fast alle Jungs erwarten :-) Die Freude ist auf jeden Fall groß, sowohl bei mir, als auch beim werdenden Papa.

Ansonsten geht es mir gut, außer dass ich mich sehr sehr müde fühle jeden Tag (ja, selbst jetzt, wo ich schon in den 6.Monat komme, will diese blöde Erschöpftheit nicht verschwinden!). Ich muss täglich Nachmittagsschlaf halten und alles mit sehr viel Ruhe angehen lassen. Außerdem hatte ich heute zum ersten Mal so richtig fiese Rückenschmerzen (und das nichtmal nur nach längerem Stehen so wie vorher schon öfter), sondern einfach so. Da hab ich direkt einen Schreck bekommen und mich den Rest des Tages in die Waagerechte gebracht, in der ich mich bis vor kurzem noch befand. Da nämlich heute früh noch Bauchschmerzen dazu kamen, hab ich mich gleich doppelt verrückt gemacht. Mir fiel aber dann auf, dass einfach mein Rock zu eng war ;-) Ich hoffe zumindest, dass das daran lag und auch die Rückenschmerzen in den nächsten Tagen verschwinden. Denn arbeiten ist unter diesen Umständen echt nicht leicht, schon gar nicht, wenn man einen Beruf hat wie ich, wo man die ganze Zeit nur stehen muss.

Tja, und so sieht es inzwischen bei mir fast jeden Tag aus. Heimkommen, schlafen. Dank Markus geht das manchmal sogar ganz entspannt in der Hängematte.

Tja, und so sieht es inzwischen bei mir fast jeden Tag aus. Heimkommen, schlafen. Dank Markus geht das manchmal sogar ganz entspannt in der Hängematte.

Aber naja, wie ihr seht geht es uns super und wir freuen uns immer mehr auf die Dreisamkeit. Ich hoffe und bete, dass weiterhin alles gut geht und wir im Januar ein gesundes Kind im Haus begrüßen können. Übrigens hat sich der Geburtstermin um zwei Tage nach hinen verschoben: errechnet wurde beim Ultraschall gestern der 26.Januar. Ein Winterkind also :-)