So, bevor es für mich morgen für vier Tage nach Deutschland zu Annas Hochzeit geht, berichte ich noch schnell von unseren Traumferien.

Mein Geburtstagskuchen, den Radditz für mich gebacken hatte. Wow, war der lecker!

Und danke nochmal für die vielen lieben Geburtstagswünsche- ich hab mich echt riesig gefreut! Wie ihr sehen könnt, habe ich herrlich gefeiert!

So, nun aber. Um es gleich vorab zu sagen, das war glaub ich der beste Urlaub meines Lebens. Als Lehrer hat man ja das Privileg, im Sommer fette zwei Monate frei zu haben und diese habe ich dieses Jahr ausgehend genutzt. Zunächst war ich drei Wochen in Deutschland, wovon ich ungefähr eine Woche bei Linda in Berlin war. Ach, es war einfach nur schön, euch endlich mal wieder zu sehen. Es tut soooo gut, mit Freunden ein Eis essen zu gehen und dabei das Gefühl zu haben, nie weggewesen zu sein. Dieser jährliche Sommerurlaub ist für mich immer wie eine Art Tankstelle. Wie man im französischen sagt: “Je fais le plein” mit positiver Energie, die dann das ganze Jahr anhält. Hoffe ich zumindest, denn vor nächsten Sommer wird man mich wohl vorerst nicht mehr in Deutschland antreffen. Doch dazu später mehr :-)

So, da ich euch aber so zahlreich gesehen habe, mache ich mich lieber daran davon zu erzählen, was hinterher kam. Und das waren zunächst einmal Steffi, Lajos und Finley. Die hatten sich nämlich für eine Woche bei uns angesagt. Obwohl ich nichtmal zwei Tage vorher aus Deutschland zurückgekehrt war, störte der so baldige Besuch gar nicht. Im Gegenteil! Es war total entspannt mit den Dreien und wir haben Unmengen gelacht, gegessen und gequatscht.

Beim Spaziergang am See.

Beim Spaziergang am See.

Von Sesselfurzermanier war bei denen aber auch gar nichts zu spüren. Jeden Tag ging es raus- ob an’s Meer, in die Berge oder an den Fjord- zu Hause sah man die drei (fast vier, denn Steffi ist mittlerweile schon im 7.Monat schwanger) nur sehr selten.

Kaum war die Kleinfamilie Samstag Abend abgereist, mussten wir schon unsere Koffer für den 16-tägigen Frankreichurlaub packen, der am nächsten Tag früh um 6 beginnen sollte, denn da ging unser Flieger. Wir also alles eingepackt und ab in den Süden mit uns. Der Wetterumschwung war toll- in Frankreich hat es in den ganzen 2 Wochen vielleicht dreimal geregnet. Ansonsten nur Sonne und Wärme und das hatten wir echt bitter nötig. Oder sagen wir ich zumindest. Manchmal wurde es mit über 30 Grad schon fast zuviel. Man ist ja nichts mehr gewöhnt, wenn man in Norwegen wohnt ;-)

Frische Abkühlung konnte da manchmal nur das Waten in kaltem Wasser schaffen, wie hier in der schönsten Stadt der Welt, Lyon :-)

Frische Abkühlung konnte da manchmal nur das Waten in kaltem Wasser schaffen, wie hier in der schönsten Stadt der Welt, Lyon :-)

Erste Station war Paris, wo wir am Flughafen Charles de Gaulle ankamen und ein Auto angemietet hatten. Mit dem ging es dann direkt ins Zentrum, die Einfahrt der Tour de France bewundern. Also ich weniger, wie ihr euch vorstellen könnt, aber Markus war glücklich :-) Abends sind wir dann zu Manu nach Meaux gefahren, wo wir auch Céline, Markus’ ehemalige Mitbewohnerin und gute Freundin von mir getroffen haben.

Entspannte Abende mit alten Freunden sind das, was den Sommer so schön gemacht hat.

Entspannte Abende mit alten Freunden sind das, was den Sommer so schön gemacht hat.

Ach wie schön war das Wiedersehen und wie schrecklich rede ich inzwischen französisch, musste ich mir einmal mehr eingestehen :-( Trotzdem verbrachten wir 2 tolle Tage dort, bevor wir uns auf den Weg nach Belfort, zu meinen alten Schulfreunden machten.

Das Wiedersehen dort war sowieso überwältigend. Ich hatte die Mädels teilweise seit über 10 Jahren nicht gesehen! Ihr erinnert euch, mein Auslandsschuljahr in Belfort, damals als ich 16 war?! Ja, das waren die Französinnen, die mir mein Französisch beigebracht haben. Und nicht nur das Französisch, was man an der Uni reden soll, soviel ist sicher ;-)

Meine Mädels von links nach rechts: Sophie, Rania und Céline.

Meine Mädels von links nach rechts: Sophie, Rania und Céline.

Wir wurden empfangen wie die Könige. Geherzt und geküsst, wie als hätte man sich seit 10 Jahren nicht gesehen. Hatten wir ja auch nicht ;-) Ach, so ein Abend war eigentlich viel zu kurz, um 10 Jahre zu bereden. Deshalb blieben Markus und ich auch noch bis zum nächsten Nachmittag. Sophie und Céline hatten sich extra frei genommen und konnten so den ganzen Tag mit uns verbringen. Und gaben sich redlich Mühe, auch mit Markus zu kommunizieren. Mit Händen und Füßen, englisch und deutsch, aber es gelang- irgendwie. Am Ende war mein Papa zwar Postangestellter (Sophie hatte da wohl was falsch verstanden) aber das war eben einfach nur charmant ;-)

Neben mir Sophie, die beste Gastgeberin der Welt. Bei ihr haben wir geschlafen. Daneben Céline und Christophe, ihr Fast-Ehemann, mi dem sie 2 Kinder hat.

Neben mir Sophie, die beste Gastgeberin der Welt. Bei ihr haben wir geschlafen. Daneben Céline und Christophe, ihr Fast-Ehemann, mi dem sie 2 Kinder hat.

Viel müsste ich noch schreiben über diese schönen anderthalb Tage in Belfort aber da die Ferien da noch längst nicht zu Ende waren, muss ich gleich zur nächsten Station unserer Reise kommen: zu Lyon. Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Angst, in die Stadt zu fahren. Ich war dort sooo gern und habe mich da auch immer so extrem wohl gefühlt, dass ich befürchtete, nostalgisch in Tränen auszubrechen, wenn ich über den Place Bellecour gehe. Aber nein, irgendwie war es einfach nur schön, da zu sein. Vor allem auch mit Markus. Das war ein kleiner Teil meines Lebens, den ich ihm gern noch zeigen wollte und die Möglichkeit hatte ich nun.

Vor dem Brunnen am Rathausplatz. Hach, jetzt werd' ich wirklich nostalgisch!

Vor dem Brunnen am Rathausplatz. Hach, jetzt werd' ich wirklich nostalgisch!

Auch dort war es mir möglich alte Bekannte zu treffen. Farida, die ich auch damals in Belfort kennengelernt hatte, arbeitet in Lyon schon seit einigen Jahren. Viele Abende haben wir zusammen im Kino oder irgendwo draußen in der Stadt verbracht, als ich noch studiert habe. Ein Treffen war also quasi obligatorisch!

Auch mit Farida war es, als wäre ich nie weg gewesen...

Auch mit Farida war es, als wäre ich nie weg gewesen...

Ich hätte mir gewünscht, auch ihren Bruder Momo zu sehen, doch der war leider noch in Portugal und wir haben uns knapp um einen Tag verpasst :-( Dafür haben Markus und ich uns drei Tage lang ausführlich die Stadt angesehen und ich glaube, er war auch sehr begeistert von Lyon. Nur dass es bullig heiß war und wir irgendwann nur noch von Klo zu Klo wanderten, weil ich trank wie ein Loch ;-)

Lyon, von Croix-Rousse aus betrachtet.

Lyon, von Croix-Rousse aus betrachtet.

Tja und dann kannten wir erstmal keinen weiter in Frankreich. Die nächste und letzte Etappe war dann nur noch Rennes, in der schönen Bretagne, wo wir Radditz und Mathieu besuchen wollten. Doch dazu muss man eine Weile fahren. Wir uns also wieder in unseren schönen Peugeot 207 gesetzt (gutes Auto übrigens!) und ab durch die Mitte. Was haben wir nicht alles gesehen!? Schlösser, wie hier das wohl bekannteste Loire-Schloss Chambord, Grotten, Klöster, Aussichtspunkte, mittelalterliche Dörfer- wir haben echt alles mitgenommen!

Ein beeindruckendes Schloss- von innen und von außen!

Ein beeindruckendes Schloss- von innen und von außen!

Und dann sind wir endlich in Rennes bei unserem deutsch-französischen Pärchen angelangt. Hach, auch hier war die Freude groß. Obwohl die beiden gerade ers umgezogen waren, sah es in der Wohnung erstaunlich wohnlich aus. Enspannt verbrachten wir einen Tag nach dem anderen und die beiden entpuppten sich wiedermal als perfekte Gastgeber.

Nach einem abendlichen Ausflug in ein Pub in Rennes (Markus wollte unbedingt Guiness trinken!), gesellten sich diese beiden Herren rechts zu uns. Hahaha, voll sympathisch, deshalb dürfen die auch mit auf den Blog. Geredet haben wir mit denen aber nur, als sie einfach mit auf's Bild sprangen :-)

Nach einem abendlichen Ausflug in ein Pub in Rennes (Markus wollte unbedingt Guiness trinken!), gesellten sich diese beiden Herren rechts zu uns. Hahaha, voll sympathisch, deshalb dürfen die auch mit auf den Blog. Geredet haben wir mit denen aber nur, als sie einfach mit auf's Bild sprangen :-)

Mathieu holte morgens übrigens das beste Baguette vom Bäcker, das wir im ganzen Urlaub je gegessen haben und Radditz zauberte uns die leckerste Tarte, die wohl in ihrer Rezeptesammlung stand. Außerdem wurde sofort ein Plan für uns erstellt mit Dingen, die man in Rennes und Umgebung unternehmen konnte. Deshalb sollte es am nächsten Morgen auch gleich zur zweitgrößten Touristenattraktion Frankreichs gehen: dem Mont Saint Michel. Der war von Anfang an mein erklärtes Ziel gewesen und den Ausflug wollte ich mir nicht nehmen lassen.

Man sieht es schon, wir waren nicht allein mit der Idee uns dieses Kloster anzusehen :-(

Man sieht es schon, wir waren nicht allein mit der Idee uns dieses Kloster anzusehen :-(

Leider wurde die Fahrt dahin alles andere als schön. Hatten wir doch so schöne Ferien gehabt- in diesem Tag steckte der Wurm drin. Menschen überall- es war kein Durchkommen möglich und Markus und ich nur noch genervt. Vorzeitig brachen wir den Ausflug ab und fuhren weiter Richtung St.Malo, wo wir eigenlich essen gehen wollten. Weit gefehlt- die Stadt wimmelte von Touristen und wir bekamen nichtmal einen Parkplatz. Ausgehungert aßen wir arschteures kreolisches Essen in einem Café und zogen uns hinterher total gefrustet von dem missratenen Tag jeder 3 Bounty-Eis rein. Die gab es nämlich leider nur in der Familienpackung. Danach war uns schlecht und wir machten uns auf den Heimweg nach Rennes, wo Radditz und Mahieu es dann doch gegen Abend schafften, uns aufzuheitern :-)

Beim Merguez-Grillen am See.

Beim Merguez-Grillen am See.

Am vorletzten Tag der Ferien, so langsam wurde ich schon traurig, dass es so bald schon zu Ende sein sollte, hatte ich jedoch noch das große Glück, mit Radditz und unseren Schätzen meinen Geburtstag feiern zu können. Das war toll, denn es geht nichts über einen Geburtstag mit Freunden, die man schon ewig kennt. Wie ihr sehen konntet, habe ich einen tollen Geburtstagskuchen bekommen und auch sonst war an dem Tag “Anja-Tag” und das heißt, dass ich mir wünschen konnte, was wir machen. Und gewünscht habe ich mir eine Radtour und abends einen Besuch in der Crêperie :-)

Immer am Kanal entlang. Ich kam ganz schön aus der Puste am Ende ;-)

Immer am Kanal entlang. Ich kam ganz schön aus der Puste am Ende ;-)

Tja, das waren unsere Ferien. Zwei Tage später ging es dann schon wieder nach Paris, wo wir den Flieger heimwärts nehmen mussten. Leider ;-( Aber irgendwie freute ich mich auch wieder auf ein wenig Alltag, den ich schließlich zwei Monate nicht gehabt hatte. Auch darauf, meine Kollegen wiederzusehen, meine Schüler zu treffen und wieder die Dinge zu machen, die man eben gern macht hier oben: durch die Natur spazieren und die schöne Landschaft genießen. Nur das Wetter könnte besser sein :-)

Bevor ich mich jetzt aber verabschiede, möchte ich noch offiziell machen, was die Allermeisten unter euch sowieso schon wissen: Markus und ich werden im Januar Eltern. Wir freuen uns riesig und bis jetzt verläuft die Schwangerschaft relativ problemlos. Wir haben lange gebraucht, uns wirklich aktiv zu entscheiden, das mit der Familienplanung nun tatsächlich anzugehen, schließlich habe ich keinen festen Job, doch fühlten wir beide, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war. Umso mehr genießen wir es, den Bauch wachsen zu sehen und uns auf das Kleine vorzubereiten. In nicht mehr ganz zwei Wochen werden wir auch wissen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Bis dahin sind wir mächtig gespannt :-)

Das ist mein Bauch, heute aufgenommen, Ende 18.Woche.

Das ist mein Bauch, heute aufgenommen, Ende 18.Woche.

So, ich hoffe, dass der Bitte nach einem Bauchfoto damit genüge getan wurde und die Schwangeren unter euch mir jetzt auch endlich ein aktuelles Bild zukommen lassen. Ist schon Wahnsinn, wie das Baby in der kurzen Zeit gewachsen ist, noch vor ein paar Wochen sah man kaum was (obwohl ich schon seit Mitte des dritten Monats nicht mehr in meine Jeans passte, da mein Bauch so aufgebläht war) aber jetzt geht echt gar nichts mehr ohne Umstandshose. Ich find’s cool und halt euch auf dem Laufenden ;-) Jetzt muss ich ertsmal ins Bett, morgen in der Früh geht mein Flieger nach Leipzig :-)