ja, die füße laufen wir uns platt hier in london, das kann man sagen aber ansonsten hab ich heut echtes französisches baguette gegessen und mich wie ein kleines kind darüber gefreut :-) die stadt ist toll, obgleich unglaublich anstrengend und man müsste hier echt 2 wochen urlaub machen, um alles mitzunehmen. müssen wir halt wiederkommen… :-) einen längeren bericht gibt es dann nach unserer rückkehr am sonntag. bis dahin drückt euch quietschvergnügt eure schubi ;-)

im buch geht es um die person des manfred lenz, der in den 70er jahren versucht mit seiner familie über bulgarien aus der ddr in den westen zu flüchten. ziel: frankfurt am main, die heimatstadt seiner frau. leider wird die familie sofort nach ihrer ankunft in bulgarien gefasst und die eltern in das bekannte ddr-stasiuntersuchungsgefängnis berlin-hohenschönhausen gebracht. dort folgen 4 monate einzelhaft, schikanen und endlose verhöre, bis es eines tages zur verurteilung ihres “staatsverrats” kommt.

in “krokodil im nacken” lässt uns autor klaus kordon ddr-geschichte mit all ihren widernissen hautnah miterleben. man ist ganz eng dabei, wenn “manne” von mitunter fast humoristisch anumtenden stasi-verhörern, die von ihm auf namen wie knut oder einfach nur “der klassensprecher” getauft werden auf seine vaterlandsliebe getestet oder verbal drangsaliert wird.

trotz des schweren themas, kann man auch an vielen stellen des buches lachen. klaus kordon schafft es, die schwere des stoffes mit dem subtilen galgenhumor des protagonisten zu entschärfen. schier unzumutbare ungerechtigkeiten werden auf diese weise für den leser ertragbar gemacht, ohne dabei aber den ernst der verfahrenen lage ddr-flüchtiger aus den augen zu verlieren. gearbeitet wird bei kordon nicht mit gängigen klischees, sondern reflektiert betrachtet der leser sowohl gefangenen- als auch verhöreralltag in den ddr gefängnissen durch die augen manfred lenz’. dieser selbige, obwohl großer peinigungen ausgesetzt, bleibt bis zum ende ein eingenständiger denker, der nicht die gesamte ddr-welt über einen kamm schert. dies ist eine der größten qualitäten des buches. hier werden nicht landläufige meinungen zum thema ddr bedient, sondern rational das für-und wieder einer republikflucht beleuchtet.

vielleicht auch weil das buch mit seinen über 800 seiten sowas wie ein “kleiner wälzer” ist, erschien es mir mitunter etwas langatmig, besonders im mittelteil. hier beschreibt klaus kordon kindheit und jugend des manfred lenz, welche sicherlich nicht unerhebliche hintergründe seiner späteren republikflucht darstellen, mir jedoch etwas zu detailliert beschrieben wurden. dies ist aber ehrlich gesagt der einzige minuspunkt- so man es denn so nennen möchte – des buches. man muss auch hinzufügen, dass ich vor einiger zeit den roman “julians bruder” vom gleichen autor gelesen hatte und ich dieses buch einfach spitzenmäßig fand. meine erwartungshaltung war dementsprechend sehr hoch und fast unmöglich zu übertreffen. letzteres werk kordon’s kann ich euch im übrigen sehr empfehlen, wenn ihr mehr über die freundschaft zweier jungen, einer arisch, der andere jüdisch im 2. weltkrieg erfahren wollt.

klaus kordon ist eigentlich ein kinder- und jugendbuchautor, doch sind seine bücher wie ich nun schon zum wiederholten male feststellen konnte, auch für erwachsene ausgezeichnete literarische kost. “krokodil im nacken” wurde 2003 mit dem deutschen jugendliteraturpreis ausgezeichnet und war für den deutschen bücherpreis nominiert.

Bewertung ★★★★☆ 

Das Buch handelt von einer jungen Frau, die zu Ende des 2. Weltkrieges im russisch besetzten Teil Berlins um ihr Überleben kämpft. Im Vordergrund der Geschichte steht die allgegenwärtige Angst vor Vergewaltigung durch die russischen Besatzer und der feste Wille zu überleben und die Nachkriegszeit halbwegs unbeschadet zu überstehen.

Leider hatte ich das Buch nur von einer Kollegin geliehen und es schon vor einer Weile wieder zurückgegeben, ohne darüber nachzudenken, dass ich es hier ja noch gebührend rezensieren muss. Daher erinnere ich mich teilweise nur bruchstückhaft an das Gelesene.

Soweit aber das, was ich noch weiß:

Das Buch wurde anonym veröffentlicht, da die Autorin Anfeindungen bzw. Schuldzuweisungen ihrer Leser befürchtete. Unvorstellbar für unsere Generation- schließlich war die junge Frau nur Opfer in einer schrecklichen Zeit, in der Vergewaltigungen an der Tagesordnung standen. Von Schuld kann daher keine Rede sein. Auch nicht, was die teilweise schockierende Darstellung von der Suche nach Nahrungsmitteln betrifft.

Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang ein wenig Angst hatte, das Buch zu lesen. Gerade kam ja der Film dazu in die deutschen Kinos und schon den konnte ich mir irgendwie nicht anschauen. Will man sowas sehen? Eigentlich nein, aber schließlich reden wir hier auch über einen Teil unserer Geschichte. Knifflige Frage. Meine Kollegin, von der ich mir das Buch letztendlich lieh überzeugte mich dann doch davon, es wenigstens zu versuchen. Sie empfand die Schilderungen nicht als so unerträglich wie ich es befürchtet hatte und ich kann rückblickend sagen, dass auch ich das Lesen des Buches nicht als so  “schlimm” empfunden habe.  Dies liegt vor allem auch daran, dass die  Autorin das Geschehen teilweise mit einer gewissen Distanz beschreibt und außerdem mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Wahrscheinlich die einzige Möglichkeit mit dem Erlebten überhaupt fertig zu werden…

Dabei ist es jedoch auch wichtig hinzuzufügen, dass es sich hier nicht um eine konstruierte Geschichte handelt, der einige sensationsheischende Details hinzugefügt wurden, sondern um ein Tagebuch, das in seiner Form als historisches  Zeitdokument gesehen werden kann. Die handschriftlichen Notizen der Autorin wurden posthum durch einen Freund ins Reine geschrieben und später veröffentlicht.

Ich kann das Buch sehr empfehlen, da man viel lernt über eine Zeit, die man im Unterricht von dieser Warte noch kaum betrachtet hat. Zumindest nicht in meinem Geschichstunterricht. Außer natürlich ich war da grad krank oder Kreide holen oder sowas.

“Eine Frau in Berlin” ist allerdings kein literarisches Schmankerl, was sicherlich in erster Linie seiner Form zu verdanken ist. Wenn man es aber unter dem Aspekt der Geschichtsaufarbeitung betrachtet, ist das Buch trotzdem über alle Maßen zu empfehlen. Mir fiel es nur am Anfang ein wenig schwer, in das Geschehen einzusteigen und ich vermisste “schöne, literarisch wertvolle” Sätze. Doch steckt man einmal drin, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

ferienreif

leute, ihr werdet’s nicht glauben aber zufriedener könnte ich gerade nicht sein! heute ist mein erster ferientag und ich glaube, dass ich diese freie zeit schon lange nicht mehr so doll gebraucht habe wie im moment. gestern abend noch aus gewesen und mit meinen kollegen in die winterferien gefeiert, heute früh stundenlang und endlich in ruhe mein buch zu ende gelesen, jetzt ein wenig sport (hört, hört) und heute abend zum konzert von marit larsen, einer norwegischen, sehr begabten sängerin.

dazwischen viiiieeelll zeit, in der ich genau das machen kann, was ich will. von mir aus sogar schlafen. auf jeden fall aber nichts, was mit schule oder schülern zu tun hat. was sollte es eigentlich besseres im leben geben?! die idee mit dem konzert hatte mein überaus charmanter freund, der uns die karten zum valentinstag offeriert hat. inklusive dem obligatorischen strauß tulpen ;-) hach… ich kann nicht klagen. freu mich voll.

das hier war damals in glasgow übrigens unser hotel...

das hier war damals in glasgow übrigens unser hotel...

das beste an den ferien ist jedoch, dass wir nächste woche ja nach london fliegen. ich kann es kaum erwarten, war ja noch nie in england (außer dem beruflich bedingten abstecher nach glasgow vor einigen wochen). habe die engländer in ausnehmend guter erinnerung: höflich, humorvoll und mit coolen steinhäusern, die mir hier im holzhäusigen norwegen oft so fehlen. juhu!!!!

…versteht ihr jetzt, warum es mich nach england zieht?! in london werden wir dieses mal 6 tage lang hier logieren. am dienstag geht’s los und bleiben tun wir wie gesagt bis sonntag. am montag hat mich das grauen dann wieder ;-) nein, keine angst, es klingt schlimmer als es ist. ich bin einfach nur wirklich ferienreif und mit den kräften etwas am ende.

auch wenn viele menschen (darunter mein freund) uns lehrern immer vorwerfen, dass wir sowieso nichts machen würden und 3 monate im jahr ferien hätten, so merke ich doch mehr und mehr, wie anstrengend dieser beruf eigentlich ist. besonders psychisch. dazu noch das graue wetter und der ganze schneematsch, der es einem unmöglich macht, sich draußen zu bewegen- das alles trägt nicht wirklich zu einer gemütsaufhellung bei. aber naja, genug gejammert, jetzt geht’s erstmal auf in die ferien und danach bin ich sicherlich wieder die alte ;-)

… du bist tatsächlich auf schubi’s blog!!!! hab das design geändert (oder ändern lassen von meinem personal änderer), um euch noch mehr zum lesen meiner literarisch so fein geschliffenen artikel zu motivieren :-)

anjasalterblog

tja, das war einmal...

da sich mein blog konzeptionell etwas verändern soll, erschien mir dies als richtiger zeitpunkt für ein neues design. grün wie die hoffnung ist ja auf dauer ganz schön aber in mir schlummert eben doch auch das mädchen, das seine rosa prinzessinnenträume scheinbar in der grauen ddr nicht genug ausgelebt hat. den herren unter euch gefällt der neue look daher sicher weniger, die frauen hingegen werden sich hoffentlich eher positiv zum neuen wandel äußern. wie auch immer die kritik ausfallen möge, ich freue mich über jegliches feedback :-)

Read more »

so, jetzt folge ich dem guten beispiel meiner freundin radditz (die eigentlich nicht gern so genannt wird, die an dieser Stelle allerdings keine möglichkeit hat, einspruch dagegen einzulegen) und erzähle endlich mal zu ende von unserem neuen haus. nur mal so am rande: ich habe heute schon wieder den ganzen vormittag damit zugebracht, im flur was fertig zu streichen, was markus in liebevoller kleinarbeit vor einigen tagen gezimmert hat. hach bin ich froh, dass ich so einen handwerklich begabten freund daheim habe. allein sähe es hier immernoch aus wie auf der baustelle…

uns geht es übrigens gut :-)

und einmal die treppe hoch, bittschön...

und zuerst einmal die treppe hoch, bittschön...

Read more »