dass ich vom job schwärme, ist euch ja spätestens seit dem letzten blogeintrag bekannt. nun habe ich allerdings nochmal einen grund mehr zum glücklichsein: ich bekam heute nachmittag die mitteilung von meinem chef, dass ich ab nächstem jahr zu 100% an meiner schule eingestellt bin.

mann, damit hatte ich nicht gerechnet und schon gar nicht so schnell! dieses jahr habe ich ja zu ungefähr 82% unterrichtet (deutsch/ französisch), eigentlich aber sogar ein wenig mehr, da ich zusätzlich noch einer schülerin nachhilfe gab (unglaublich, ich weiß, aber sowas wird hier tatsächlich von der schule bezahlt!). für nächstes jahr wurde mir vor ein paar wochen eine sichere 70%-stelle zugesagt, über die ich mich natürlich freute, wenn auch ein wenig traurig darüber war, dass es nicht mehr wurde. das ist eben nicht so einfach in meiner fachkombination. die sprachfächer liegen alle im block, das heißt, dass während ich z.b. französisch habe, eine andere klasse auch grad in den genuss von französischunterricht kommt. demnach kann ich fast nie vertretung sein für lehrer, die krank sind und kann aber leider auch nicht alles an französisch/deutschunterricht an mich reißen, was es so gibt, weil ich mich ja leider trotz anderer genialer persönlicher eigenschaften noch nicht zweiteilen kann ;-)

da die schüler sich zudem im moment mehr und mehr für’s spanischlernen entscheiden, als für meine fächer, ist das angebot für sprachlehrer eher mau. das musste ich auch feststellen, als ich mich aus angst gar nichts zu bekommen, hier in der gegend nach jobs umsah. kaum was zu kriegen in meiner kombi und so langsam fand ich mich schon fast mit dem gedanken ab, dass ich zukünftig wieder putzen gehen muss oder zumindest irgendwo für meine ehemaligen schüler pizza backe ;-)
so, das wochenende ist eingeläutet und ohne große übertreibung und beweihräucherung meiner selbst muss ich schriftlich festhalten, dass ich es mir redlich verdient habe.

was für eine woche! ich bin ganz schön durch den wind und seit zwei tagen auch ohne mittagsschlaf nicht mehr lebensfähig. aus trotz lese ich außerdem seit mittwoch wie eine wilde krimi, nur um mir ja nicht von irgendwem einreden lassen zu müssen, ich müsste doch eigentlich korrigieren. korrigieren ist einfach der mieseste job, den es gibt. die schier endlosen stapel schon nur auf meinem schreibtisch zu sehen, entmutigt mich noch, bevor ich überhaupt den rotstift gezückt habe.

das ganze dann zu lesen kann zuweilen jedoch sehr amüsant sein. das kommt natürlich auf die art der klausur an und auf den schüler sowieso aber auch diesmal musste ich einige male herzlich darüber lachen, was für humorvolle und skurile texte meine zwölften sich mal wieder von der seele geschrieben haben.
…dann hat schubi was zu bloggen.
nun sind wir schon seit über 2 wochen wieder zurück von unserem besuch in der heimat und bis jetzt habe ich mich nicht aufraffen können, über die schöne als auch stressige woche in leipzig zu bloggen. hier ist im moment ganz schön was los: die schüler stecken über beide ohren im abistress und ich damit im korrekturenchaos.

so einiges muss organisiert werden: abiturienten, die nicht zu ihren mündlichen prüfungen erscheinen und die deshalb gefahr laufen, überhaupt nicht zum abi zugelassen zu werden, elftklässler, die ihre hausaufgaben einfach nicht abgeben wollen, obwohl sie von mir deutlich dazu aufgefordert wurden (und die mich damit schrecklich provozieren) und allgemeiner, bürokratischer jahresendstress, den eben das lehrerleben so mit sich führt. kurz, ich hab gerade allerhand zu tun. drei stapel klausuren lauern mir ständig auf und morgen werden sie mich denn wohl auch erwischen. am mittwoch dann der vierte. bedauert mich hier bitte mal einer?!?!