…und dann sowas!
ist nicht zu fassen- nach 24 stunden heimfahrt liege ich seit ankunft nur flach. ich möchte jetzt nicht 5 seiten über die heimreise berichten, denn dazu bin ich einerseits viiiieeellll zu müde und anderseits hat markus das inzwischen viel besser auf seinem blog beschrieben. IMG_1810.JPG
aber ich wollte zumindest kurz berichten, dass ich jetzt DA bin und mich schon sehr freue, euch alle bald zu sehen. wann das sein wird, ist jedoch fraglich, denn seit dienstag nachmittag verbringe ich mein leben im bett und schau mir eine dumme fernsehsendung nach der nächsten an. sogar schlafen kann ich schlecht, da die nase total verstopft ist. und auch mit dem reden ist es seit gestern früh aus: hab mich aus dem bett geschält und kann seither nur noch flüstern. markus beneidet meine eltern um diese göttliche ruhe und hätte sich wahrscheinlich gewünscht, dass mir das auch in norwegen mal passieren würde ;-) ist gar nicht so einfach, als stummer mensch durch die gegend zu laufen, sag ich euch. … und sei es nur zu haus. meine eltern müssen immer dreimal fragen, damit sie verstehen, was ich ihnen gerade für eine antwort zugeflüstert habe und telefonieren geht schon gleich gar nicht. ein tolles phänomen, das ich dabei jedoch beobachten konnte ist, dass alle mit flüstern, wie als wären sie auch krank! das ist echt zum schreien komisch! das ist wie wenn leute mit ausländern “ausländerdeutsch” (d.h. falsches deutsch) reden, weil sie denken, dass die ausländer sie dann besser verstehen. “…ich nix sprechen ausländisch” oder so ;-)

ich kann gar nicht so schnell gucken, wie sich das leben verändert… geschweige denn, darüber bloggen ;-) liebe leute, es ist viel passiert in den letzten tagen und nachdem ihr diesen blogeintrag gelesen habt, werdet ihr mich sicherlich als die “goldmarie” oder auch als den weiblichen “hans-im-glück” bezeichnen. man sagt immer, dass “wenn’s kommt, dann kommt’s dicke”, meint das aber fast ausschließlich negativ. tja, ich kann euch heute das gegenteil beweisen, denn ohne größeres zutun meinerseits, habe ich innerhalb von 2 tagen die anzahl meiner traumjob’s (das putzen ist von dieser kategorie ausgenommen!) verdoppeln können. ich bin jetzt nicht nur lehrerin in tryggheim, sondern auch deutschlehrerin in einer 9. und 10. klasse in einer “ganz normalen schule” in einem ort, der den schönen namen “undheim” trägt. IMG_7332.JPG
nicht dass die jobs hier auf der straße liegen würden, nein, das nun also nicht- soviel glaube ich euch in meinen vorigen blogeinträgen vermittelt zu haben- aber in norwegen ist es eben wie überall dort, wo es nicht viele menschen gibt und wo die anzahl der netten leute über dem gesamtdurchschnitt liegt (ich berichtete bereits darüber, dass die norweger außergewöhnlich hilfsbereit und offen sind). nach kleinstadtmanier kennt hier in bryne und umgebung jeder jeden und so ist auch meine stelle an der schule in undheim mehr oder weniger nur durch beziehungen entstanden: in meinem letzten blogeintrag berichtete ich, dass ich am tag, an dem ich den job in der christlichen schule (“tryggheim”) bekam, zunächst sehr niedergeschlagen war, da ich nach dem telefongespräch mit dem direx nicht mehr dachte, dass ich die stelle kriegen würde.

dass ich nach so kurzer zeit schon so gute neuigkeiten bloggen könnte, hätte ich nicht gedacht, aber: ICH HAB DEN JOB!!!
die schlechte nachricht kommt jedoch gleich im schlepptau: ich bin nur stellvertretend für eine lehrerin da, die unter umständen ab nächsten monat wiederkommt. sprich, vielleicht bin ich bald schon wieder arbeitslos. es sind gemischte gefühle, die beide neuigkeiten gerade bei mir auslösen und auch der ganze tag war das reinste wechselbad der gefühle.
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heute früh telefonierte ich mit dem rektor von tryggheim, der schule, an der ich bald unterrichten werde, um eine genaue uhrzeit für das probearbeiten am montag auszumachen. zu meinem entsetzen musste ich festellen, dass er diesmal am telefon zwar immernoch sehr freundlich war, sich jedoch für meine verhältnisse etwas zu verhalten ausdrückte. er meinte zu allem überfluss, dass er über details jetzt noch nicht genau entscheiden könnte, da er gegen um 1 noch ein bewerbungsgespräch mit einem anderen kandidaten hätte. obwohl ich wusste, dass ich nicht die einzige war, die sich beworben hatte, versetzte mir diese an (-nicht ab-)sage einen ganz schönen schock. naiv wie ich war und mit einem schier unerschütterlichen selbstbewusstsein, hatte ich offenbar gehofft, dass er nachdem er mich kennengelernt hatte, allen anderen kandidaten direkt abgesagt hat. unglaublich- manchmal staune ich über mich selbst… ;-)

es ist mittwoch, was bedeutet, dass ich keine schule habe und somit mal wieder bloggen kann. céline, ich hoffe du siehst, dass deiner bitte auf diese art und weise umgehend folge geleistet worden ist! ;-) nach dieser ablenkung geht’s aber sofort wieder an die bücher! wir wollen doch eine glückliche frau felten sehen ;-) lykke til für die komplexprüfung!
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derweile gibt es ja eigentlich etwas sehr wichtiges zu schreiben, dass ich im grunde schon viel zu lange vor euch verborgen gehalten habe. und zwar prasseln die jobs (wohlgemerkt nicht NUR die putzjobs!) nun doch auf mich ein. meine mama rief vor ein paar tagen an und eröffnete mir, dass ich in badem- württemberg tatsächlich einen referendariatsplatz erhalten hätte und ich dort ab 10.1.2007 in einem CHRISTLICHEN! gymnasium anfangen könnte. irgendwie verfolgt mich gott ;-) obwohl ich mir vorher darüber im klaren war, dass die chancen dort genomen zu werden, doch recht groß sind, war es dann schon ein ganz schöner schock, als ich die nachricht bekam. konnten die mich nicht einfach ablehnen und sei es nur, weil ich mein gesundheitszeugnis noch nicht eingereicht habe?! es wäre auf jeden fall einfacher gewesen.. im moment habe ich hier keinen job und lebe mit 27 jahren sowohl auf kosten meines freundes, als auch auf denen meiner familie. ihr könnt euch vorstellen, dass man es sich dann 5 mal überlegt, ob man einen job ablehnt. aber in anbetracht der tatsache, dass es mir hier ansonsten eigentlich sehr gut geht und ich ja auch nicht woanders hin, als nach sachsen will, wenn ich wieder nach deutschland zurückkehre. – ja in anbetracht dieser tatsachen eben, hab ich mich dazu entschlossen, das ding wie geplant abzusagen und stattdessen darauf zu hoffen, zu einem späteren zeitpunkt nochmal was zu kriegen. in sachsen steh ich zumindest auf der warteliste und irgendwann müssen die mir laut gesetz einen job geben. fragt sich eben wann… naja, ich hoffe, dass ich keine riesendummheit begangen habe und es in norwegen noch eine weile schön bleibt ;-)