…oder auch, herzlichen glückwunsch zum geburtstag, mein schatz.

gestern ist markus (wie angekündigt) 29 geworden. kein alter für einen mann- je reifer er ist, desto besser sieht er aus (moment mal, gibt’s da nicht auch so einen spruch mit camemberts?!) ;-)
ich hoffe, dass wir noch viele so schöne wochen/ monate/ jahre zusammen verbringen, wie die letzten hier in norge, denn außer nach unserer 6-stunden-shopping-aktion bei ikea am anfang, bei der wir uns gegenseitig fast sämtliche haare ausgerissen haben, habe ich es nie bereut, den mut gehabt zu haben mitzugehen in dieses mir völlig unbekannte land.
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dazu noch diese wahnsinnsfreunde und die liebe familie, die uns hier mit soviel süßigkeiten versorgt haben, dass wir 10 kilo schwerer heimkommen. VIELEN VIELEN DANK für die päckchen- markus hat sich tierisch gefreut und ich gleich mit, denn für mich war es auch wie mein geburtstag. immer lag auch was für mich mit drin und an dieser stelle seien christian und julia nochmal hervorgehoben, die es doch tatsächlich fertig gebracht haben, einen sponge-bob- weihnachtskalender aufzutreiben!! das ist echt der oberhammer und ich hab mich halb totgelacht!!! mmh… ich träumte ja schon seit jahren von einem kinderschokolade-weihnachtskalender (hab aber nie einen gehabt) und nun bekomme ich sogar einen von diesem blöden schwammkopf, den ich so zum schreien komisch finde- wahnsinn!!!! markus hat auch einen kalender von seinen eltern gekriegt: von milka, also bestimmt mit absolut geiler schoki. beide hängen jetzt nebeneinander an der wand und warten darauf leergefressen zu werden. da müssen sie nicht lange warten… ;-)
och und ich erinnere mich grad noch an den, den die uli vor 2 jahren manu und mir nach frankreich geschickt hat. der war auch toll und jeden tag hat sie einen dummen spruch reingeschrieben, über den wir uns halb totgelacht haben. ich sag nur topplappn ;-) aber sorry, ich hör schon auf mit den insider-schmunzeleien.

nach längerer zeit der stille melde ich mich nun endlich zurück mit neuen geschichten aus norwegen. diesmal vielleicht nicht allzu kurzweilig, schließlich hat sich seit dem letzten mal in meinem leben nichts weltveränderndes zugetragen aber vielleicht ist es doch interessant genug, um darüber zu berichten. aber erstmal möcht ich einer meiner allerältesten freundinnen nochmal nachträglich zum geburtstag gratulieren!!! nein, ich hatte es nicht vergessen, ich hab ihr sogar eine lange glückwunsch-sms geschrieben und sie versucht 3 mal anzurufen, doch leider war sie wahrscheinlich am feiern. alles gute also nochmal nachträglich, liebe jule! hoffe, dass der geburtstag schön war und du massig geschenke abgesahnt hast! ich drück dich aus der ferne. und damit ihr diesen sehr persönlichen gruß auch jemandem zuordnen könnt, hab ich hier auch gleich noch ein foto von ihr, samt ihres kürzlich angetrauten göttergatten (damals waren die beiden noch unverheiratet): P8041455.jpg jule kenne ich übrigens schon seit der 7. klasse, d.h. seit wir 12 waren oder so. wir haben allerlei scheiß angestellt zusammen, z.b. in französischarbeiten von einander abgeschrieben (man sollte nicht meinen, dass ich das einmal sehr nötig hatte!) oder lächerliche pullis getragen (sie lila, ich grün mit weißen streifen). wie gern erinnere ich mich daran zurück. leider ist sie dann in den westen abgehauen, um dort zu studieren und jetzt arbeitet sie an der tankstelle. aua, aua, aua- nein, jule, nein, nicht schlagen!!!!!!!! ist nur indirekt wahr, hab gelogen ;-) ist ein dicker fisch bei bp und sitzt also eher über der tankstelle als drin ;-) wie dem auch sei, ich wünsch ihr alles glück.

ach wie hab ich mich gefreut als ich gestern aus bergen wiederkam und soooo viele kommentare las! ich dank euch herzlich! besonders hab ich mich über den eintrag meiner TANTE tamara gefreut (sie mag es eigentlich gar nicht leiden, wenn ich sie in kindlicher manier noch bei ihrer familienbezeichnung nenne!) – daher ist es mir immer wieder ein vergnügen, dies zu tun ;-) liebste grüße an alle schuberts, besonders an ONKEL harald (dem diese betitulierung im gegensatz zu meiner tante nicht viel auszumachen scheint). ich wünsch ihm schon mal alles gute vorträglich zum geburtstag (und möchte bitte jetzt nicht 10 kommentare bekommen, die mir sagen, dass dies unglück bringen würde!!! – tut es nämlich nicht und euren aberglauben könnt ihr für euch behalten ;-)
so nun aber zu meinem spannenden wochenende in bergen! es war toll. für alle, die es nicht wissen: ich bin freitag bis sonntag mit meinem chor nach bergen zu einem konzert gefahren. zusammen mit noch 3 anderen chören haben wir in der großen edvard-grieg-halle geprobt und sind dann gemeinsam aufgetreten. das war schon toll, denn insgesamt waren wir über 300 choristen! ich war aber auf jeden fall die jüngste (langsam freut man sich über solche fakten sogar schon- igitt!) ;-) die fahrt nach bergen war total spaßig! der ganze bus hat gesungen- natürlich nur norwegische lieder, die ich nicht kannte, aber mir wurde immer schnell ein text gereicht und dann hab ich einfach mitgegrölt. johny (der chorleiter) holte dann auch die – ach du sch…, wie schreibt man das? – jukulele?!?! – raus und dann fiel auch das letzte bißchen schiefsingen nicht mehr auf ;-) mir zuliebe (so dachte man zumindest) wurden dann zu späterer stunde und nach ein paar eigens für mich aus deutschland mitgebrachten kümmerlingen (keiner schien zu wissen, dass ich in leipzig als bekennender nicht-alki wie ein bunter hund durch die straßen laufe) ja jedenfalls, wo war ich stehengeblieben?- ach ja, es wurden deutsche sauflieder angestimmt. ich musste also gesänge mit irgendwelchem bier auf honolulu (kennt jemand dieses lied?) und mit den zehn nackschen negern mit hosenträgern ertragen. ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass ich bei dieser öffentlichen zurschaustellung des stinkendsten kulturellen abfalls unserer nation immer mehr in meinen ledersessel gerutscht bin… . das schien meine gesangskumpanen aber noch mehr zu erheitern und dazu anzustiften, noch lautere gesänge anzustimmen! eine katastrophe sag ich euch!!! aufgrund der mangelhaften deutschkenntnisse und des begrenzten germanischen liedgutes, das die norweger in den vergangen jahren aufsaugen konnten, hatte ich dann doch relativ bald wieder ruhe ;-)IMG_3964.JPG

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so, nach ersten beschwerden, die mir gleichwohl zeigen, dass es sogar leute gibt, die wirklich lesen, was ich schreibe (besten dank, liebe steffi und an die anderen, die kommentare geschrieben haben oder immermal reinschauten), werde ich meinen blog mal wieder um einen beitrag erweitern. es gibt natürlich unglaublich viel zu berichten, schließlich hab ich mich ja die letzten tage ziemlich rar gemacht. das lag aber vor allem auch an den vielen dingen, die ich zu tun hatte. die wichtigste nachricht aber als erstes: vielleicht hab ich bald einen job!!!! markus hat nämlich am wochenende eine zeitungsannonce gefunden, in der ein deutschlehrer gesucht wird. der job wäre in einer christlichen (!!!) schule (ich gebe zu, ich wäre kein besonders gottesfürchtiger lehrer!) in einem dorf, das ungefähr eine viertelstunde mit dem auto entfernt liegt. außerdem hätte ich zu anfang nur 4 stunden unterricht pro woche. damit wäre die arbeit perfekt, denn erstens könnte ich mich auf diese art langsam in das norwegische schulsystem einarbeiten und zweitens würde ich so auch weiterhin die sprachschule besuchen. und das ist mir schon sssseeehhhrr wichtig! der direx und sein assistent machten einen interessierten eindruck und versprachen auf jeden fall rückruf (das ist in norwegen schon viel wert!). aber was besonders toll war ist, dass ich auf dem weg aus der schule eine deutschlehrerin traf, die super nett war und sich total freute, endlich verstärkung zu kriegen. als ich dann vorsichtig einwarf, dass ich den job aber noch gar nicht hätte, versprach sie mir beherzt, sich persönlich dafür einzusetzen, eine muttersprachlerin zur seite zu bekommen! ich war selig! dann erklärte sie mir auch schon ganz euphorisch wie der zukünftige schulalltag aussehen sollte: sie grammatik etc., ich mache konversation, d.h. im unterricht nur deutsch reden, was mir natürlich sehr entgegen kommt. schließlich will ich mir vor den 17-jährigen nicht so eine große norwegisch-blöße geben. ich nehme an, die reden besser deutsch als ich ihre sprache!!! ;-) naja, man wird natürlich sehen was draus wird und ich will mir auch nicht zu große hoffnungen machen aber zum ersten mal seit ich hier bin, rechne ich mir reelle chancen aus. und das ist schonmal viel wert. da hat es sich doch gelohnt, dass ich meinen lebenslauf sobald ich von der annonce erfahren habe nun doch nochmal auf norwegisch umgeschrieben habe. drückt mir die daumen, vielleicht bin ich ja bald lehrerin! ;-) und dann heißt es PUTZJOB ADÉ!!!!!!!!!
an dieser stelle übrigens nochmal schnell ein weiteres glückherbeiwünschen für federico und conny, ihr erinnert euch- pizza, pasta, kofferklauen! hoffen wir, dass auch er seinen job in deutschland kriegt, das bewerbungsgespräch soll zumindest ganz gut gelaufen sein!

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draußen regnet es schon wieder in strömen.
und da soll man nicht deprimiert werden? naja, so leicht passiert das nicht, stimmt schon ;-) zur aufmunterung gehen markus und ich heut abend nämlich essen. er hat seit vorgestern seine bankkarte und damit jetzt offiziellen zugriff auf sein konto. dieses ist in ein paar tagen prall gefüllt, denn er wird den lohn der letzten 2 monate endlich überwiesen bekommen. OUFF, das tut gut. hatten uns schon langsam sorgen gemacht. aber norwegen ist scheinbar noch bürokratischer als deutschland, sodass man hier für alles, was man tun will so eine ominöse personalnummer braucht. ohne die kann man hier weder ein konto eröffnen, noch arbeiten, noch auch nur eine normale sim- handykarte im laden kaufen. und da die norweger so schrecklich langsam sind, dauert das eben so seine zeit, bis man die hat. wie lange das bei mir in anspruch nehmen wird, steht noch in den sternen. am freitag hab ich termin beim arbeitsamt. die füllen dann mit mir die erforderlichen papiere aus. bin voll froh über die hilfe und natürlich kam mir mal wieder ein glücklicher umstand zu gute. einer aus meinem chor arbeitet nämlich beim norwegischen arbeitsamt hier in bryne und kam letzte woche auf mich zu, um mir bei der jobsuche und beim beantragen der aufenthaltsgenehmigung zur seite zu stehen. voll lieb. einfach so. hatte zuvor noch nie mit ihm geredet. aber so sind die menschen hier, wahnsinn!

scheiße, heute hab ich voll den griff ins klo getätigt: 18 von 22 punkten im test. mist, verdammt. ich bin so doff.— ey das hat jetzt markus geschrieben! unverschämtheit! auch wenn er recht hat ;-) hab wirklich voll abgeloost. kann ja wohl nicht wahr sein! trotz beruhigender worte ivar’s, meines lehrers, bin ich ein wenig frustriert. war eben ein hörtest, das sind die schwierigsten. und immerhin sind 18 punkte noch die beste punktzahl überhaupt, die jemand hatte. aber ich war nichtmal alleine! julija, eine junge litauin (siehe foto) hat genausoviel! und da muss ich eindeutig sagen, chapeau, schließlich hat sie nicht den sprachähnlichkeitsbonus. also umso niederschmetternder für mich. naja, kanskje de gÃ¥r bedre neste gang..
ansonsten gibt es eigentlich viel zu berichten. leider fehlt mir nur noch die fototechnische ausstaffierung meiner sprachlichen illustrationen. muss es eben heut mal noch ohne gehen… gestern hatten wir nämlich wie bereits angekündigt, unser gemeinsames essen in der schule. alle haben etwas spezifisches für ihr land gekocht, gebraten oder gebacken und es anschließend mit zur schule gebracht. in der mittagspause haben wir dann gemeinsam ein festessen gehalten und gegenseitig unsere kochkünste bewundert. war schon ganz schön krass, wie sehr sich manche mühe gegeben hatten! IMG_3872.JPG

puuhhh- ganz schönes sauwetter draußen! und markus und ich natürlich mittendrin. selber schuld, werdet ihr sagen, denn man muss ja nicht rausgehen. aber wahrscheinlich hat mich meine ost-mentalität mal wieder überlistet und so kam es, dass markus und ich an diesem schönen sonntagmorgen beim fußballspiel waren. doch jetzt mal von vorn. markus’ chef, atle, hatte noch 2 freikarten für das spiel bryne gegen rosenborg oder rosenheim oder rosensted, was weiß ich. weiß nichtmal wo das ist. war froh, dass ich wusste, dass bryne mit roter farbe und die anderen mit blauer spielen ;-) und naja, wenn was gratis ist, geht man eben hin- so dachte ich (petite, je t’entends déjà dire “espèce de ostdeutsche”!). aber dass es sooooo gähnend langweilig werden und ich überdies vor kälte erfrieren würde, damit hatte ich nicht gerechnet! deswegen haben mich auch nach der ersten halbzeit keine 7 pferde mehr im stadion gehalten. nun bin ich schon ne dreiviertelstunde eher da als markus und kann bloggen ;-) ist doch schön, so im warmen bei einem tee zu sitzen ;-) außerdem wohnen wir direkt hinter dem stadion, sodass wir vom fenster aus einen perfekten blick auf’s spielfeld haben. unser nachbar sitzt bei jedem fußballspiel draußen (siehe foto) ;-) IMG_4798.JPG
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…schreib ich heut abend schon wieder. hab mich total gefreut, dass ihr mich so zahlreich besuchen kommt auf meinem blog und dabei so liebe kommentare hinterlasst. ich hab zwar echt kein heimweh aber fehlen tut ihr mir doch alle ganz schön. besonders wenn man so nette post bekommt. so, nun aber schluss, sonst krieg ich wirklich noch “le mal du pays”; was das allerdings auf norwegisch heißt, kann ich in anbetracht meiner rudimentären sprachkenntnisse leider noch nicht sagen, bitte habt ein nachsehen!
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DANKE!

ihr seid ja soooo lieb! jetzt grad sieht’s schlecht aus mit schreiben aber vielleicht krieg ich das ja heut noch hin! danke auf jeden fall schonmal für die vielen kommentare!

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redselig…

bis jetzt haben eigentlich nur 4 leute meine blog-adresse: meine eltern, mein bruder und der herr born (hiermit seien alle 4 herzlichst gegrüßt). trotzdem schreib ich heut schon wieder. zuviel freizeit, werden einige sagen (maik? ;-)), andere werden mich einfach nur für meinen schreibeifer loben, den ich sonst so gar nicht zu zeigen pflege. wie dem auch sei, ich bin mal wieder mitteilungsbedürftig, wie mein bruder immer so schön zu sagen pflegt (übrigens ein zustand, den markus sehr fürchtet…), daher kommt ihr nun in die gunst, meine neuesten ergüsse zu lesen:

ich freue mich nämlich meines lebens, weil ich heute abend zum chor gehen kann. der chor, das sind ungefähr 60 leute sämtlicher altersstufen und beider geschlechter, die die menschliche rasse vorzuweisen hat. alle singen gern und vor allem gut, sodass das mitwirken in diesem chor nicht nur zu einem haptischen, sondern auch zu einem auditiven erlebnis wird (ich hab 2 monate psychologie für mein erziehungswissenschaftsexamen gelernt , nur um jetzt diese zwei unersetzlichen begriffe verwenden zu können!). leider habe ich noch keine cd anzubieten, wo man mal eine kostprobe von unserer sangeskünsten bekommen könnte, dafür stelle ich aber ein erstes bild von uns online:
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